Es grünt so schön das ganze Jahr

Immergrüne Bäume: Das ganze Jahr in Grün

Der Sommer geht, der Herbst kommt und das Laub der meisten Bäume und Gehölze verabschiedet sich wieder bis zum nächsten Frühling. Im Garten wird es dann trist und blattlos. Die Lösung: Immergrüne Bäume, die das ganze Jahr in Grün erstrahlen.

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Europaeische Stechpalme

Innerhalb der der Stechpalmengewächse ist die europäische Stechpalme die einzige heimische Pflanzenart in Mitteleuropa. In Deutschland findet man die Pflanze vor allem westlich vom Rhein, im Alpenvorland und im Schwarzwald. Sie bevorzugt nährstoffreichen Boden. Der darf gerne aus steinigem, lockerem und kalkarmen Lehmboden bestehen. Außerdem fühlt sich die Pflanze im Halbschatten oder im Schatten am wohlsten.

Immergrüne Bäume, die das ganze Jahr in grün blühen, sorgen nicht nur für Farbe auf Ihrem Grundstück. Sie bieten auch ganzjährigen Sicht- und Windschutz. Einfach wird es, wenn Sie sich für Nadelgehölze entscheiden. Hier gibt es eine ganze Reihe von Nadelbäumen und Sträuchern, etwa Bergkiefern oder Sicheltannen, die das ganze Jahr in grün erstrahlen. Aber auch in Sachen immergrüne Laubgehölze sieht es lange nicht so trostlos aus, wie man denkt. Eine Auswahl von beiden Arten finden Sie in der Bildergalerie. Und was Sie sonst noch über immergrüne Bäume wissen müssen, lesen Sie im Folgenden.

Galerie: 5 immergrüne Bäume für den Garten

Nadel- oder Laubbäume: die Unterschiede

Zwischen Nadel- und Laubbäumen gibt es einige Unterschiede und Vor- und Nachteile. Bevor Sie zur Tat schreiten, sollten Sie diese Unterschiede genau abwägen. Am besten ist wohl eine Mischung aus beiden Arten. Geschickt gesetzt werden beide Sorten Ihren Garten bereichern.
Laubbäume: Laubbäume sind so genannte Bedecktsamer. Das bedeutet, bei diesen Pflanzen sind die Samenanlagen immer im Fruchtknoten eingeschlossen. Verholzte Arten der Bedecksamer werden auch als Laubhölzer beziehungsweise als Laubgehölze bezeichnet. Dazu gehören auch Sträucher und Zwergsträucher. Die verschiedenen Arten haben unterschiedlich geformte Blätter. Nicht alle Laubbäume, etwa die Immergrünen, werfen im Winter ihre Blätter ab. Im Gegensatz zu Nadelbäumen haben Laubbäume in der Regel ein verzweigtes Astwerk und wachsen breiter. Außerdem tragen viele Laubbäume verzehrbare Früchte, etwa Äpfel oder Kirschen. Laubbäume mit breiter Krone eignen sich besser als Schattenspender als Nadelbäume. Die keilförmige Wuchsform der meisten Nadelhölzer bietet nicht genug Schutz gegen das Sonnenlicht.
Nadelbäume: Nadelbäume hingegen gehören zur Familie der Nacktsamer. Hier werden die Samenanlagen nicht im Fruchtknoten eingeschlossen. Sie sitzen offen an den Samenschuppen. Nicht alle Nadelbäume werden ihrem Namen gerecht. Es gibt Arten, die statt der Nadeln breite flache Blätter besitzen, wie etwa Steineiben. Die Scheinzypresse trägt Gebilde, die wie Schuppen aussehen. Nadelbäume sind in der Regel anspruchsloser, was die Pflege angeht. Nacktsamer tragen allerdings niemals leckere Früchte. Aus vielen Nadelbäumen tritt auch regelmäßig Harz aus, das den Gartenboden verklebt.

Kirschlorbeer, giftiger Außenseiter

Obwohl der Kirschlorbeer, auch Lorbeerkirsche genannt, bei vielen Gartenfreunden sehr beliebt ist, kommt er unter anderem bei Naturschutzverbänden, etwa dem Deutschen Naturschutzverband (NABU) nicht so gut weg. Große Teile des Rosengewächses sind giftig und für Kinder und Tiere, etwa Pferde, Rinder, Kühe, Schweine, Hasen, Kaninchen, Hunde, Katzen und Vögel gefährlich. Durch das Zerkauen der Kerne und Blätter kann Blausäure frei gesetzt werden. Außerdem, so NABU, breitet sich die Pflanze auf Kosten der heimischen Natur aus. „Wer Kirschlorbeerhecken pflanzt, begeht ein Verbrechen an der Natur“, so NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann, „selbst eine Betonmauer ist ökologisch wertvoller, auf ihr wachsen mit der Zeit wenigstens Flechten und Moose.“ Bestenfalls ein wenig Unterschlupf finden Vögel zwischen den Blättern, ernähren kann die Pflanze sie nicht.

Galerie: 5 beliebte blickdichte Heckenpflanzen

Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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