Ab in die Hecke

Hecken richtig schneiden - so kommt das Grün in Form

Spätestens wenn Ihre Hecke nicht mehr als solche zu erkennen ist, ist mal wieder ein Heckenschnitt angesagt. Aber Vorsicht, nicht zu jeder Jahreszeit ist das radikale Runterschneiden erlaubt. eGarden erklärt, wie Sie Hecken richtig schneiden.

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Hecke schneiden

Große Hecke, großes Gerät. Damit das Heckenschneiden nicht zur Qual wird, wählen Sie die passende Heckenschere aus.

Wenn es Ihnen beim Anblick Ihrer Hecke in den Händen juckt, dann gucken Sie vorher besser noch mal in den Kalender. Denn vom 1. März bis zum 30. September ist ein Radikalschnitt Ihrer Hecken nicht erlaubt. In der Zeit gilt laut Paragraph 39 des Bundesnaturschutzgesetzes ein Bestandsschutz, um Brutstätten von Tieren nicht zu gefährden. Bei Zuwiderhandlungen drohen empfindliche Geldbußen bis zu 50.000 Euro. Maßnahmen, die der Pflege dienen, etwa Form- und Pflegeschnitte sind aber erlaubt. Dabei müssen Sie aber auf brütende Tierarten besonders achten. Achtung: Auf den Stock setzen von Gehölzen zählt dabei nicht als Formschnitt. Beim Schnitt selber sollten Sie auch auf einige Dinge achten. eGarden erklärt, wie Sie Hecken richtig schneiden - so geht’s!

Das sollten Sie beim Schneiden Ihrer Hecken beachten:

Schnitt bei Sonne vermeiden: Zuviel Hitze und Sonnenschein sollten Sie beim Hecke schneiden, wenn es geht, vermeiden. Es besteht sonst das Risiko, dass die Hecken austrocknen und die Blattspitzen braun werden.
Bei Kälte nicht schneiden: Wenn das Thermometer weniger als -5 Grad auf der Skala anzeigt, sollten Sie Heckenschere nicht anschmeißen. Die Äste werden dann nicht sauber abgeschnitten, sondern gequetscht. Diese Stellen verheilen nicht so gut wie glatte Schnittstellen.
Hecken geschnitten

Bei einer richtig geschnittenen Hecke wirkt der Garten gleich viel aufgeräumter.

Die passende Heckenschere: Wenn Sie den Kauf einer passenden Heckeckenschere planen, sollten Sie folgendes bedenken: Es gibt sehr verschiedene Modelle, neben den benzinbetriebenen noch elektrische mit Kabel oder Akku-Geräte ohne Kabel. Und für Puristen stehen die manuellen und klassischen handbetriebenen Modelle bereit. Die Benzin-Varianten haben gegenüber den Kabel-Modellen den Vorteil, dass sie mobiler und nicht auf einen Stromanschluss angewiesen sind. Und das Kabel ist nicht ständig im Weg. Nachteil: Benzin-Heckenscheren sind ziemlich laut. Zwar gibt es auch Heckenscheren mit Akku-Betrieb. Die halten meist aber nicht länger als eine Stunde durch, dann müssen sie wieder in die Ladestation. Manuelle Heckenscheren brauchen keinen Strom und kein Benzin. Hier zählt die reine Muskelkraft. Bei großen, langen Hecken wird die Arbeit damit schnell zur Qual. Am besten, Sie machen die Auswahl von der Größe Ihrer Hecke abhängig. Dabei gilt die Faustregel: Je größer die Hecke, desto größer und kraftvoller die Heckenschere.
Schutzkleidung: Es gibt Hecken, die sind störrisch und wehrhaft und zerkratzen beim Arbeiten gerne mal Haut und Hände. Dann gibt es noch Hecken, etwa die giftige Thuja, auch Lebensbaum genannt, die bei Hautkontakt Rötungen und Juckreiz auslösen kann. Bevor es also in die Hecke geht, sollten Sie sich mit langärmeliger Kleidung und Handschuhen schützen.
Damit es eine gerade Sache wird: Beim Mauern und Fliesen zieht man vorher eine Schnur, damit alles gerade und ordentlich wird. Das sollten Sie auch beim Schneiden Ihrer Hecken so machen. Ein schiefer Schnitt lässt sich nur schwer korrigieren.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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