Figuren aus immergrünen Pflanzen

Buchsbaum schneiden: So gelingt der perfekte Formschnitt

Traditionelle Gartenkunst: Formschnitte aus Buchs sind weltweit seit vielen Generationen beliebt und lassen Hobbygärtner zu grünen Bildhauern werden. eGarden verrät, was Sie beim Buchsbaum-Schneiden beachten müssen.

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Buchsbaum beim Beschnitt

Den richtigen Zeitpunkt für den Schnitt wählen: Einen Buchsbaum schneiden Sie am besten zwischen Mai und August.

Es gibt sie in allen möglichen Formen und Größen: In deutschen Gärten erfreuen sich Buchsbäume in den verschiedensten Ausprägungen großer Beliebtheit. Am bekanntesten ist der klassische Rundschnitt, doch auch mit anderen Variationen können Sie zwischen Blumen und Rasenfläche Akzente setzen. Das Besondere an den immergrünen Pflanzen ist neben ihrem unverkennbaren Erscheinungsbild vor allem, dass sie leicht zu pflegen sind. Dennoch gibt es gerade beim Buchsbaum-Schneiden einige Dinge zu beachten.

Mit Schere und Feingefühl

Für einen feinen Schnitt benötigen Sie das richtige Werkzeug. Früher schnitt man die Gehölze mit sogenannten Buchsbaum-Scheren, die aufgrund ihrer unvorteilhaften Konstruktion jedoch schnell Schmerzen im Handgelenk verursachen und sich daher gerade bei aufwändigeren Schnitten weniger empfehlen. Für kleinere Arbeiten verwenden Sie am besten eine handelsübliche Allzweck-Gartenschere (ab 7,99 Euro bei Amazon) mit einer langen Schneide, die das Geäst sauber abtrennt und nicht zerquetscht. Bei größeren Arbeiten beziehungsweise für den groben Rohschnitt empfiehlt sich eine Akku-Heckenschere (ab 37,90 Euro bei Amazon) mit unterschiedlichen Stufen. Abschließende Korrekturen sowie das Entfernen von übrig gebliebenen Quertrieben nehmen Sie mit der Gartenschere vor.

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Und so funktioniert es am besten: Ob elektrisch oder von Hand – schneiden Sie immer von unten nach oben, sodass die abgetrennten Zweige gleich auf den Boden fallen und nicht in der Pflanze stecken bleiben. Wichtig ist, dass Sie den Schnitt nicht zu radikal ansetzen, sondern sich langsam in die Form einarbeiten. Ansonsten kann es schnell passieren, dass unschöne Löcher entstehen, die den Formschnitt ruinieren. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie auch auf bestimmte Schablonen zurückgreifen, in die Sie Ihre Pflanzen hineinwachsen lassen. Die übertretenden Äste können Sie dann ganz einfach abschneiden. Die Gestaltungshilfen aus Draht gibt es in unterschiedlichen Formen und Varianten ab 1,80 Euro zum Beispiel bei Amazon.

Standort und Pflege

Buchsbäume sind zwar sehr pflegeleicht, haben aber Ansprüche in Hinblick auf ihren Standort. Am liebsten mögen sie sonnige bis halbschattige Plätze. Feuchte und verdichtete Böden mit wenig Licht können das Wachstum einschränken. Zudem sollten Sie bei der Wahl des Standortes bedenken, dass die Gehölze mit der Zeit größer und breiter werden. Planen Sie daher genügend Raum ein, zumal Sie selbst von allen Seiten Zugang zur Pflanze haben müssen, um diese schneiden zu können.

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Wählen Sie für den Schnitt einen Tag, an dem die Sonne nicht allzu stark scheint. Schließlich sind die Blätter im Inneren nicht viel Sonneneinstrahlung gewöhnt und könnten schnell verbrennen. Auch sollten Sie nach August keinen weiteren Schnitt mehr vornehmen, da die frischen Triebe sehr frostempfindlich sind und eine gewisse Zeit brauchen, um kühlen Temperaturen trotzen zu können. Einen Buchsbaum schneiden Sie am besten zwischen Anfang Mai und Ende August.
Idealerweise setzen Sie den ersten Schnitt nach dem ersten Austrieb im Mai an und bringen Ihr Werk nach dem Sommer-Zuwachs im August noch einmal in Form. Bei optimalen Bedingungen wachsen Buchsbäume jährlich zwischen fünf und zehn Zentimeter und können rund 500 Jahre alt werden.

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Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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