Fernöstliche Gartenkunst

Bonsai-Baum: Kaufen oder züchten?

Ihr Lieblingsbaum ist die Eiche? Und Sie hätten gerne ein Exemplar in Ihrem Garten, haben aber nicht genug Platz? Dann sollten Sie über eine Eiche als Bonsai-Baum nachdenken.

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Bonsai im Garten

Wenn für Baumriesen kein Platz ist, kommt ein Bonsai-Baum infrage.

Mit der fernöstlichen Gartenkunst des Bonsai verbindet man heutzutage in der Regel Japan, obwohl sie wahrscheinlich in China entstand. Die miniaturisierten Pflanzen gibt es schon seit mehr als eintausend Jahren. Übersetzt heißt Bonsai soviel wie Pflanze im Topf. Ziel ist es, ein realistisches Abbild von „richtigen“ Bäumen zu schaffen. Und die Kleinausgaben sehen nicht nur so aus wie die großen Exemplare. Sie sind Originale, die in Töpfen gezogen und durch einen regelmäßig geschickten Schnitt der Wurzeln und der Blätter klein gehalten werden. Für die Formgebung wird ein Draht benutzt. Im Prinzip kann mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl auf diese Weise jeder beliebige Baum als Bonsai gepflanzt werden.

Bonsai-Bäume kaufen oder selber pflanzen?

Bonsai-Pflanzen kaufen: Im Fachhandel, etwa im Garten-Center oder auf Gartenseiten im Internet bekommen Sie entweder sogenannte Pre-Bonsais, also Rohlinge, die noch gedrahtet und geschnitten werden können. Oder Sie entscheiden sich für bereits ausgewachsene und geformte Exemplare. Die kosten dann allerdings schon ein bisschen mehr. Tipp: Oft gibt es Bonsai-Pflanzen auch als Schnäppchen-Angebote beim Discounter oder im Baumarkt. Dabei handelt es sich meist um massenhaft hergestellte Bonsais, bei denen oft einfach nur die oberen Äste von Baumschul-Bäumen abgeschnitten und als Stamm eingepflanzt werden. Mit fernöstlicher Gartenkunst habe solche Pflanzen wenig zu tun. Da sie meist recht günstig sind, eignen sie sich aber hervorragend zum Üben.

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Bonsai-Pflanzen selber ziehen: Wenn Sie sich fürs Selberpflanzen entscheiden, brauchen Sie etwas mehr Geduld. Denn bei einer Selbstaufzucht dauert es ungefähr drei bis fünf Jahre, bis der Baum gestaltet werden kann. Zum Pflanzen brauchen Sie entweder die entsprechenden Samen, Sämlinge, Stecklinge oder Jungpflanzen.

Drinnen oder draußen?

Da es sich bei Bonsai-Pflanzen um die kleinen Ausgaben richtiger, meist einheimischer Bäume handelt, können sie auch so behandelt werden. Das heißt, es spricht nichts dagegen, dass die Bäumchen draußen im Garten stehen. Selbst im Winter können die meisten einheimischen Bonsais im Freien bleiben. Gegen die Kälte von unten stellen Sie die Töpfe einfach auf Styroporplatten. Lediglich tropische und subtropische Pflanzen sollten Sie im Winter ins „Warme“ holen. Am besten in einen unbeheizten Raum bis zehn Grad Celsius.

Das richtige Werkzeug

Die filigranen Bonsai-Pflanzen brauchen spezielles Werkzeug. Vor allem die Scheren müssen scharf sein, damit die Zweige glatt abgeschnitten und nicht gequetscht werden. Passendes Werkzeug bekommen Sie zum Beispiel bei Amazon. Für die Formgebung benutzen Sie am besten einen mit einer Schutzschicht überzogenen Aluminiumdraht.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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