Wundpflege bei Gehölzen

Verwundete Bäume – so helfen Sie richtig

Verwundete Bäume und Sträucher sind nicht nur besonders anfällig für einen Bakterienbefall, sondern stellen auch ein hohes Sicherheitsrisiko im Garten dar. Bei eGarden erfahren Sie, wie Sie Baumwunden am besten behandeln.

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Verwundeter Baum

Sind die Schnittstellen nicht allzu groß, können sich verwundete Bäume oftmals von selbst regenerieren.

Nach dem Baum- oder Strauchschnitt entstehen in der Regel kleinere Wunden am Gewächs und viele Gartenbesitzer stellen sich die Frage, wie sie die offenen Schnittstellen am besten behandeln sollen. Verschließen oder besser offen lassen?
Neudorff Malusan Wundverschluss

Mit speziellen Wundenheilern aus der Tube, etwa Neudorff Malusan Wundverschluss, können Sie Ihre Gehölze nach dem Schnitt behandeln.

Wundschutzmittel oder natürliche Regeneration?

Bei größeren Schnittstellen ab fünf Zentimetern oder Frostrissen nach kalten Nächten könnte sich der Einsatz eines Wundverschlussmittels (ab 5,39 Euro pro 200 Gramm bei Amazon) lohnen. Die Heilmittel verfügen meist über einen Pinsel am Flaschenkopf, über den sich das Mittel gut auftragen lässt. Allerdings gehen die Expertenmeinungen hier weit auseinander. So lehnen manche die Verwendung von Wundwachs und Co. gänzlich ab. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Wundentwicklung bei Bäumen haben ergeben, dass die Schutzmittel je nach Witterungsbedingungen Risse bekommen, Blasen bilden oder Ablösungen der Rinde hervorrufen können. Zudem seien bestrichene Stellen anfälliger für eindringende Feuchtigkeit und damit weniger resistent gegen einen Pilzbefall. Wenn Sie die Wundenheiler verwenden, achten Sie am besten darauf, dass diese als Pflanzenschutzmittel zugelassen sind und nach Möglichkeit auch über ein Prüfsiegel der Biologischen Bundesanstalt verfügen. Tipp zur Anwendung: Bei größeren Wunden genügt es, das Mittel etwa zwei Zentimeter breit auf dem Rand der betroffenen Stelle aufzutragen.
Eine weitere Alternative bietet lichtundurchlässige Kunststofffolie, die Sie bis zu fünf Zentimeter über den Wundenrand hinaus anbringen. Wer bereits beim Baumschnitt sauber arbeitet und nur kleinere ausgefranste Stellen oder Schnitte am Gehölz hinterlässt, benötigt je nach Wachstum für gewöhnlich kein Wundschutzmittel, da der Baum die Wunde mit der Zeit von selbst heilt. Hierzu bildet das Gewächs einen sogenannten Kallus, also ein natürliches Gewebe, das sich in Form eines Schutzfilms über die Verletzung legt und diese wieder verschließt.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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