Laubbäume, Fallobst und Co.

Rund um den Garten: Rechte von Hausbesitzern

Sie fühlen sich vom Ahornbaum des Nachbarn gestört und sind es leid, ständig das Laub vom Rasen zu harken? In vielen Fällen können Sie dagegen vorgehen und Ihre Ansprüche geltend machen. eGarden informiert über die Rechte von Hausbesitzern.

Datum:
Ahornbaum im Garten

Manche Baumarten wie Ahorn verbreiten Pollen, doch die Rechte von Hausbesitzern reichen oft nicht aus, um eine Baumfällung zu erwirken.

Wenn der Baum des Nachbarn über den Zaun auf das eigene Grundstück ragt, empfinden das viele Gartenbesitzer als störend. In der Regel können Sie in einem solchen Fall vom sogenannten Nachbarschaftsrecht Gebrauch machen, das den einzuhaltenden Abstand sowie die Höhe von Bäumen und Sträuchern bestimmt. Allerdings sind die Rechte von Hausbesitzern in jedem Bundesland unterschiedlich. Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrer zuständigen Gemeinde oder beim Eigentümerverband Haus und Grund Deutschland nach dem vor Ort geltenden Landesnachbarrecht.
Äpfel auf dem Rasen

Wem gehören die Äpfel, die vom Baum des Nachbarn auf den eigenen Rasen fallen?

Ansprüche können verjähren

Wer lange still hält und sich erst nach Jahren über einen störenden Strauch beschwert, muss damit rechnen, dass die Kommune den Antrag auf Entfernung ablehnt. Für gewöhnlich verjähren Ansprüche von Grundstücksbesitzern nach etwa fünf Jahren. Tipp: Sobald Sie den Verdacht haben, dass Sie ein neu gepflanztes Gewächs in Nachbarsgarten früher oder später als störend empfinden könnten, ergreifen Sie die Initiative und machen Ihre Ansprüche geltend. Stand der Strauch schon da, bevor Sie eingezogen sind, gestaltet es sich oft schwierig mit einer Forderung nach Beseitigung. Ähnliches gilt für große Bäume, die am Straßenrand stehen. Oft sind es bestimmte Satzungen, die die Bäume vorm Fällen schützen. Nur wenn die Gewächse die Nutzung des Grundstücks wesentlich beeinträchtigen, können Anwohner unter Umständen dagegen vorgehen. Starker Laubfall auf den Rasen oder auch Pollenflug müssen Sie hingegen dulden. Das gilt auch für den Baum des Nachbarn.
Aber wie sieht es aus, wenn der Apfelbaum von nebenan die Grundstücksgrenze überschreitet? Darf man die Früchte dann pflücken? Die Antwort: Pflücken dürfen Sie die Äpfel nicht, fallen sie jedoch auf den Boden des eigenen Grundstücks, gehört das Fallobst Ihnen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.