Wann und warum ein Bußgeld droht

Heckenroden ab März nicht mehr straffrei

Jetzt wo die ersten Sonnenstrahlen vom Himmel herab scheinen, führt für viele Naturfreunde der Weg ins Grüne. Von einem wichtigen Bestandteil der Gartenarbeit sollte man ab März jedoch Abstand nehmen.

Datum:
Heckentrimmer

Wer zwischen März und September seine Hecke schneiden will, sollte Vorsicht walten lassen.

Gegen kahle Stellen, schiefe Kanten und einen unregelmäßigen Wuchs der Gartenhecke empfehlen Profigärtner Anfang des Jahres gern die Radikalkur in Form einer Rodung. Besonders in den noch kühlen Frühlingstagen von Mitte Februar bis Anfang April liegt es als Hobbygärtner nah, sich dieser unliebsamen Arbeit anzunehmen. Doch Vorsicht: Nur noch bis März ist dieser Vorgang tatsächlich auch legal. Ab dann droht deutschlandweit ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Vom 1. März bis 30. September ist es laut Bundesnaturgesetz verboten, Grünhecken radikal zu kürzen oder gar zu roden. Ein Verstoß gegen dieses Verbot kommt einer Ordnungswidrigkeit gleich. Doch warum ist das so?

Heckenroden: Woher das Verbot kommt

Der Grund für dieses saisonal bedingte Verbot liegt im Naturschutz. Da besonders zur Frühlingszeit viele Kleintiere und Vögel Schutz in Grünpflanzen suchen, ist eine ausladend wachsende Hecke der ideale Platz für Bruthöhlen und Nester. Mit dem radikalen Schneiden oder Roden der Hecke nimmt man nicht nur den Tieren Teile ihres natürlichen Lebensraumes. Auch bei der Beschneidung selbst besteht die Gefahr, Schutz suchende Kleintiere zu verletzen. Die Landwirtschaftskammer von Nordrhein-Westfalen weist allerdings darauf hin, dass von diesem Verbot sowohl Form- als auch Pflegeschnitte ausgenommen sind. Zwar sollte auch bei dieser Arbeit Rücksicht auf die Tiere genommen werden, doch derartige Arbeitsschritte greifen nicht zu sehr in die Natur ein und ermöglichen es den Brütern somit, die Hecke weiterhin als Lebensraum zu nutzen.

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