Maroni, Maroni!

Die Esskastanie ist Baum des Jahres 2018

Sie ist eher selten in Deutschland, denn besonders lange wächst sie hier noch nicht. Nun krönte man die Esskastanie zum Baum des Jahres 2018.

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Esskastanie

Die Frucht der Esskastanie sieht der Frucht der Rosskastanie zum Verwechseln ähnlich.

Vermutlich brachten vor 2.000 Jahren die Römer die Esskastanie ins damalige Germanien, wo sie sich besonders um den Rhein herum etablierte. Heute ist sie in Deutschland zwar immer noch eher selten und gilt nicht als heimische Baumart, gehört aber dennoch zur Kulturlandschaft. Die meisten kennen sie aus Parks und Gärten. In Wäldern trifft man sie kaum. Viele verwechseln sie mit der Rosskastanie aufgrund der Ähnlichkeit der Früchte. Verwandt sind die zwei Baumarten aber nicht. Nun kürte die „Baum des Jahres Stiftung” die Esskastanie (Castanea sativa, auch Edelkastanie genannt) zum Baum des Jahres 2018, um an die Schönheit der Natur zu erinnern.

Baum des Jahres 2018: Die Esskastanie

Am 26. Oktober ernannte die Baum des Jahres Stiftung die Esskastanie zum Jahresbaum 2018 und pflanzte zu diesem Anlass eine Esskastanie im Berliner Zoo. Ursprünglich stammt die Esskastanie aus dem mediterranem Raum, doch Ihre Anpassungsfähigkeit ließ sie auch in Deutschland Wurzeln schlagen. Besonders wohl fühlt sie sich dort, wo auch Weinreben gedeihen, also in Süddeutschland, in der Pfalz und am Mittelrhein. Dort erhält sie genug Sonne und Wärme. Vom Weinbau ist die Esskastanie kaum noch wegzudenken, denn viele Winzer nutzen das resistente und robuste Kastanienholz für Rebstöcke. In den kühleren deutschen Wäldern sieht man sie nur selten. Forstleute beschäftigen sich schon seit ein paar Jahren mit den Bedingungen unter denen die Esskastanie in unseren heimischen Wäldern wächst, in der Hoffnung, zukünftig so an mehr ihres hochwertigen Holzes zu kommen.

Die Früchte der Esskastanie

Die Maronen der Esskastanie sehen den Früchten der Rosskastanie sehr ähnlich. Beide haben einen stacheligen Fruchbecher in dem sich eine dunkelbraune Nuss versteckt. Während die Maronen essbar sind, sind es die Früchte der Rosskastanie nicht. Letztere eignen sich dafür immerhin als Waschmittel oder Bastelmaterial. Maronen sind reich an Kohlenhydraten und dienten in der Vergangenheit gerade bei Missernten als lebensrettendes Nahrungsmittel. Heute kennt man die dunkelbraunen Nüsse meist von Weihnachtsmärkten, auf denen man sie als süße Nascherei verkauft.
Sabine Stanek

von

Mein grüner Daumen ist nicht angeboren, doch zum Glück gibt es smarte Pflanzen-Gadgets! Über die berichte ich auf eGarden – für alle, denen es so geht wie mir.