Donnerwetter!

Was bringt der Tag? Digitale Wetterstationen im Test

Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Prognosen. Wie es rund ums Haus wird, verrät eine Wetterstation und eGarden verrät, ob es schlechte Wetterstationen gibt.

Datum:
TFA Neon 300 auf einem Schreibtisch

Wetterstationen im Test: Welches Gerät informiert Sie am besten über stürmische Zeiten?

Wetterstation – wer braucht die denn noch in Zeiten von Smartphone-Apps und Internet? Die Antwort: Jeder, der Prognosen rund um sein Heim will. Die Wetterstation am Fensterbrett verrät, ob es im Garten friert oder wie viele Milliliter Regen die Rosen abbekommen haben. Wie gut das Wetterstationen in der Preisklasse von 20 bis 200 Euro hinkriegen, verrät dieser Test.

Was zeigen die Wetterstationen an?

Alle Testkandidaten messen Innen- und Außentemperatur, einige auch Windrichtung, -stärke, Luftdruck und -feuchte. Die Prognosen entwickeln sie entweder auf Basis ihrer eigenen Messdaten oder sie erhalten sie per Funk, meist über den kostenfreien Wetter-direkt-Dienst. Entsprechend unterscheiden sich Ausstattung und Preise der Testkandidaten. Wetterstationen bis 60 Euro haben ein Thermometer eingebaut sowie einen Außensensor, der per Funk die Temperatur – und bei einigen Modellen per Hygrometer die Luftfeuchtigkeit – vom Garten oder Balkon zur Wetterstation überträgt. Bis auf die billigsten Geräte haben sie eine Vorhersage-Funktion über Luftdruckmessung oder per Funk. Wetterstationen bis 200 Euro verfügen über einen oder mehrere Außensensoren für Temperatur, Niederschlagsmessung sowie Windstärke und Windrichtung. Ihre Prognosen umfassen oft mehrere Tage, die Anzeigefelder der meisten Geräte sind größer und detaillierter als in der günstigen Klasse.

Galerie: Digitale Wetterstationen im Test

Wer sich intensiver mit dem Thema Wetter beschäftigen will, kann mehrere Hundert Euro für eine Profistation ausgeben. In dieser Klasse sind die Sensoren deutlich stabiler und genauer, meist lassen sich die gewonnenen Daten mit dem PC auslesen und mit anderen Wetterdaten-Sammlern übers Internet austauschen.

Wie genau sind Messungen?

Die Sensoren der Wetterstationen haben sich seit Jahren kaum verändert. Sie reichen zwar für den Hausgebrauch, aber der Test zeigt: Mit Profi-Instrumenten können sie nicht mithalten.
So lag etwa der Außenfühler der Conrad-Wetterstation KW-9005 (52 Euro) im Schnitt um zwei Grad zu hoch. Aber auch die teuren Geräte messen nicht alles perfekt: Die Renkforce-Station (120 Euro) hat zwar als Einzige einen UV-Sensor, doch dessen Messwerte waren so aussagekräftig wie die Position eines Frosches auf der Leiter im Glas.
Ihre Prognosen für die nächsten zwölf Stunden ermittelten die Conrad KW-9005 und die Renkforce nur aus dem gemessenen Luftdruckverlauf. Das muss kein Nachteil sein – im Test lagen sie gleichauf mit Stationen, die Prognosen über einen Wetterdienst erhalten wie die TFA Neon 300. Die Netatmo Urban Weather Station (149 Euro) bietet mit Daten aus dem Internet eine Mehrtages-Prognose, wie man sie von Wetter-Apps kennt.
TFA My Weatherbox im Test

Einige Wetterstationen haben eigene Sensoren. Die gehören aufs Dach.

Sind die Stationen überall nutzbar?

Nein, denn Stationen mit Prognose per Funk bekommen ihre Daten über ein Funksignal des sogenannten Wetter-direkt-Systems, das auf 466 Megahertz arbeitet. Und solche Wetterstationen sind nur in Deutschland und grenznahen Gebieten sinnvoll nutzbar.

Was ist sonst zu beachten?

Wer an seiner Wetterstation scheinbar unsinnige Messwerte abliest, hat meist die Sensoren am falschen Ort angebracht: Der Temperatursensor sollte im Schatten und nicht direkt an der warmen Hauswand montiert sein. Ein Windmesser wiederum ist nur dann sinnvoll, wenn sich der Sensorarm hindernisfrei auf dem Dach drehen kann. Schon die Dachschräge bewirkt einen Düsen-Effekt, der Windmessungen verfälscht. Niederschlagssensoren wiederum leiden oft unter „Verstopfung“, wenn Blätter oder Insekten den Abfluss von Regenwasser verhindern.
Leidiges Thema bei allen Testkandidaten waren Unterbrechungen der Funkverbindung zu den Außensensoren. Nach jedem Ausfall oder Batterietausch müssen die Sensoren wieder mühselig mit der Station verbunden werden – das sollte einfacher klappen.

Wetterstationen

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