Stacheln Sie Ihren Rasen an

Rasenlüfterschuhe: So tun Sie etwas für Ihren Garten und Ihre Fitness

Das ultimative Work-out für Gartenfreunde: Mit Rasenlüfterschuhen bringen Sie Schritt für Schritt mehr Sauerstoff in den Boden ein, und der Rasen kann wieder aufatmen. Wann es sich lohnt, sich den Schuh anzuziehen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

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Rasenlüfterschuhe

Einfach unter die Schuhe schnallen und loslaufen: Rasenlüfterschuhe sollen für bessere Sauerstoffversorgung im Erdreich sorgen.

Einfach an den Schuhen festschnallen und schon kann es losgehen – das klingt fast zu einfach. Einfach, aber effektiv! Bei der Bodenauflockerung von Rasenflächen können sich sogenannte Rasenlüfterschuhe (ab 8 Euro) als nützlich erweisen und stellen eine günstige, wenn auch schweißtreibende Alternative zu maschinellen Arbeitsgeräten dar.
Dank der spitzen Metallstacheln, die aus der Sohle herausragen, sorgen die belüftenden Nageltreter dafür, dass die Graswurzeln mehr Sauerstoff aufnehmen und gerade nach größerer Beanspruchung besser regenerieren können. Doch sie machen nicht nur die heimische Wiese wieder fit wie einen Turnschuh, sondern fördern gleichzeitig die persönliche Fitness. In diesem Sinne: Selbst ist der Gärtner!

Mit kleinen Schritten zum Erfolg

Zugegeben: Auf Außenstehende mag die Gartenarbeit im Storchgang vielleicht belustigend wirken, doch wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am besten. Und spätestens wenn im Sommer alles grünt, verstummt das Gelächter. Die Anwendung ist denkbar einfach: Haben Sie die Rasenlüftersohlen am eigenen Schuhwerk festgezurrt, können Sie sofort mit dem Aerifizieren beginnen. Im Storchgang gehen Sie zunächst in Längsbahnen und anschließend kreuzweise über den begrünten Boden, bis Sie schließlich die gesamte Rasenfläche abgegrast haben. Zuvor sollten Sie den Rasen auf zwei bis drei Zentimeter heruntermähen.
Nach der Begehung düngen Sie den Boden. Bei gründlicher Nachbehandlung und guter Pflege erstrahlt die Fläche über kurz oder lang in sattem Grün.

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Wo drückt der Schuh?

Ob die Metalldornen ein geeignetes Werkzeug zur Rasenentlüftung der heimischen Wiese darstellen, hängt vom Untergrund ab. Während die Anwendung bei herkömmlichen Sandböden meist unproblematisch ist, kann es bei Lehm passieren, dass die Zinken stecken bleiben und der festgezurrte Gurt beim Herausziehen nachgibt. Selbst wenn es gut läuft, geht die Arbeit in die Beine – wer ständig stecken bleibt, wird bald aus dem Fluchen nicht mehr herauskommen.
Das spezielle Schuhwerk eignet sich generell eher für kleinere Abschnitte sowie zur Düngevorbereitung. Die Arbeit eines Vertikutierers können die stacheligen Sohlen nicht ersetzen. Für gewöhnlich sind die Dornen bis zu vier Zentimeter lang. Sie lassen sich nicht justieren und an die jeweiligen Bodenverhältnisse anpassen. Auf sehr weichen und feuchten Lehmböden sollten Sie das spezielle Schuhwerk daher lieber nicht einsetzen. Die Stollen könnten zu tief in den Boden eindringen und unter Umständen Erdfladen und Teile des Wurzelwerks herausreißen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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