Peeling für Ihr Grün

Rasenlüfter: Freiheit für die Graswurzeln schaffen

Ist Ihre Grünfläche stark vermoost und das Mähen allein bringt Sie nicht weiter? Dann könnte ein Rasenlüfter genau das Richtige sein. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihrem Rasen mit den Geräten mehr Luft verschaffen.

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Rasenlüfter im Einsatz

Mit einem Rasenlüfter lassen Sie das Gras in Ihrem Garten wieder aufatmen.

Bei der Rasenpflege kommt es nicht nur auf die richtige Länge der Halme, regelmäßiges Düngen und Bewässern an. Selbst auf den gepflegtesten Rasenflächen wuchert irgendwann einmal ein wenig Unkraut. Wer statt einer wilden Wiese mit braunen und gelben Flecken, Moos, Klee & Co. aber lieber einen gepflegten englischen Rasen vor der Tür haben möchte, muss seine Grünfläche hin und wieder belüften. Das geht am besten mit einem Rasenlüfter oder einem Vertikutierer. Oftmals bezeichnen Hobbygärtner Rasenlüfter fälschlicherweise auch als Vertikutierer. Dabei handelt es jedoch nicht um ein und dasselbe.

Unterschied zwischen Rasenlüfter und Vertikutierer

Auch wenn beide Gerätetypen auf den ersten Blick nahezu identisch aussehen mögen und prinzipiell auch eine ähnliche Funktion haben, sind Rasenlüfter von Vertikutierern zu unterscheiden. Während ein Vertikutierer die Grasnarbe anritzt, um lästiges Unkraut effektiv und vollständig samt Wurzel zu entfernen, reichen die Federn eines Rasenlüfters nicht ganz bis auf den Boden, kämmen den Rasen mit ihren Stahlkrallen durch und beseitigen ausschließlich das Moos und Laub zwischen den Grashalmen. Da die Lüfter jedoch bei Weitem nicht so rabiat vorgehen wie ihre Artverwandten, können die Gartenhelfer ruhig auch öfter zum Einsatz kommen, ohne dem Rasen zu sehr zuzusetzen oder im großen Stile nachsäen zu müssen. Wenn Sie einen Mähroboter verwenden, brauchen Sie sich in der Regel auch keine Sorgen darüber zu machen, dass verlegte Begrenzungs- und Suchkabel Schaden nehmen könnten. Vertikutieren sollten Sie hingegen nicht öfter als zweimal pro Jahr.
Im Idealfall verwenden Sie Rasenlüfter eher bei kürzerem Gras, bei dem sich der Unkrautbefall noch im Anfangsstadium befindet, um dieses schonend zu entfernen. Vertikutierer kommen bei hartnäckigeren Fällen und größeren Rasenabschnitten zum Einsatz.

Galerie: Zehn beliebte Vertikutierer aus dem Internet

Warum ist das Lüften so wichtig?

Beim Rasenlüften entfernen Sie nicht nur lästiges Unkraut, sondern fördern zugleich auch ein gepflegtes Wachstum. Die Wurzeln bekommen wieder ausreichend Luft, Nährstoffe und Sauerstoff und nach einem Regenschauer bildet sich auch keine Staunässe, da das Wasser besser ablaufen kann. Das vermindert gleichzeitig wiederum auch die Bildung von Moos und Algen. Tipp: Selbst selten betretene Grünflächen sollten Sie von Zeit zu Zeit lüften und nicht verwuchern lassen. Allerdings kann regelmäßiges Lüften gelegentliches Vertikutieren nicht vollständig ersetzen. Mindestens einmal im Jahr sollten Sie auch flachwurzelnde Gräser und Unkräuter an der Wurzel packen, damit der Rasen später in einem satten Grün erstrahlt.

Verschiedene Rasenlüfter-Modelle

Rasenlüfter sind entweder als handbetriebene oder als elektrische betriebene Geräte erhältlich. Aufgrund des erhöhten Kraftaufwandes eignen sich die mechanischen Lüfter eher für kleine Rasenflächen. Die elektrische Variante rentiert sich bereits bei mittelgroßen Gärten. Zudem können Sie die Stärke der Belüftung bei nahezu allen Modellen an die Bodenverhältnisse anpassen. Inzwischen gibt es auch Kombi-Geräte wie den Einhell RG-SA 1433 (bei Amazon für 94,99 Euro, Stand: 23.08.2017), die Rasenlüfter und Vertikutierer in einem sind.

Rasenlüfter

Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.