Für ein gepflegtes Grün

So vertikutieren Sie Ihren Rasen richtig

Während Rasenmäher lediglich die Halme kürzen, befreien Vertikutierer die grüne Pflanzendecke auch von lästigen Verwachsungen, die unter der Erde sitzen. eGarden verrät Ihnen, worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihren Rasen vertikutieren.

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Vertikutierer einstellen

Bevor Sie Ihren Rasen vertikutieren, sollten Sie das Gerät richtig einstellen, um die Grünfläche nicht zu ramponieren.

Wenn sich in der Grasnarbe im Garten festgetretene Mährückstände, Mulchreste, unansehnliche Moosverflechtungen und Unkraut ansiedeln und ausbreiten, sollten Sie diese möglichst zeitnah entfernen. Sogenannter Rasenfilz, eine Schicht schlecht verrottender Pflanzenreste, verhindert eine ausreichende Nährstoffversorgung der Grünfläche und hemmt die Wasserzufuhr – das kann den Wachstumsprozess des Rasens gerade in regenarmen Monaten erheblich einschränken.

Gelb statt grün?

Bei ungünstiger Witterung passiert es schnell, dass das Grün gelbe Flecken bekommt. In solchen Fällen müssen Sie das Übel an der Wurzel packen und zum Vertikutierer greifen. Vertikutieren bedeutet so viel wie „vertikales Schneiden“. Es gibt zwei Arten von Geräten: Bei der einen ritzt eine mit Messern besetzte Spindel, bei vielen Modellen motorbetrieben, den Boden wenige Millimeter ein. Beim Handvertikutierer sitzen eine Reihe Klingen wie bei einer Harke an einer Querstrebe. Hier müssen Sie deutlich mehr Kraft aufwenden, um Verfilzungen zu entfernen.

Galerie: Fünf beliebte Vertikutierer aus dem Internet

Wann Sie vertikutieren sollten

Auch wenn Sie den Rasen regelmäßig pflegen und er auf den ersten Blick nicht stark vermoost oder verwuchert zu sein scheint, müssen Sie eventuell tätig werden. Testen Sie mit einem einfachen Trick, ob Sie Ihre Grünfläche mit einem Vertikutierer bearbeiten sollten: Fahren Sie mit einer Harke leicht durch die obere Bodenschicht und schauen Sie, ob die Grasnarbe auch wirklich moos- und unkrautfrei ist. Bleiben Rückstände an den Zinken hängen, ist das in der Regel ein Anzeichen dafür, dass Sie vertikutieren müssen.
An sich können Sie die Grasnarbe der Rasenfläche das ganze Jahr über anritzen, allerdings funktioniert es am besten, wenn der Boden nicht allzu feucht ist. Die Deutsche Rasengesellschaft empfiehlt, dem Rasen mindestens einmal pro Jahr im März oder April sowie ein weiteres Mal im August oder September mehr Luft zu verschaffen. Achtung: Vor der ersten Vertikutier-Kur sollte die Grünfläche mindestens drei Jahre alt sein.

Vertikutieren: So geht's am besten

Vertikutiergeräte verfügen über sehr scharfe Messer, die dem Rasen bei falscher Anwendung schaden, wenn sie Rasenwurzeln in Massen herausreißen. Die Messer sollten lediglich leichten Bodenkontakt haben und diesen einritzen – grünen, gesunden Rasen sollten sie aber nicht büschelweise entfernen. Ein zu tiefes Vertikutieren schädigt nicht nur den Rasen, sondern führt gleichzeitig zu einem schnellen Geräteverschleiß.
Lassen Sie die Grünfläche vor der Arbeit abtrocknen, und mähen Sie den Rasen auf circa zwei bis drei Zentimeter herunter. Stellen Sie die Vertikutierhöhe bei einem Spindelmäher so ein, dass das Gerät die Grasnarbe lediglich zwei bis drei Millimeter einritzt. Führen Sie das Gerät möglichst zügig in Längs- und Querbahnen über das Grün, sodass ein geradliniges Schachbrettmuster entsteht. Wer zu lange die gleiche Stelle bearbeitet, erhöht die Gefahr, den Rasen zu ramponieren – und hat später das „Nachsäen“ auf dem Programm.
Rasen vertikulieren

Bilden sich beim Vertikutieren kahle Stellen im Rasen, dann bringen Sie dort neuen Rasensamen aus.

Es ist normal, dass die Grünfläche nach dem Vertikutieren ein wenig mitgenommen aussieht. Kahle Stellen sollten im Regelfall aber nicht auftreten. Wenn doch, sollten Sie hier sofort Rasensamen ausbringen. Schon nach wenigen Wochen wächst das Gras umso üppiger, und die Arbeitsspuren sind bald wieder verschwunden.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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