Vor- und Nachteile der Gartengeräte

Handvertikutierer bahnen den Weg zu einem saftigen Grün

Wer seinen Garten liebt, der schiebt. Das Vertikutieren von Hand ist zwar sehr mühselig, es gibt aber auch gute Argumente für die manuellen Arbeitswerkzeuge. Die besten Tipps rund um Handvertikutierer.

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Handvertikutierer

Selbst ist der Gärtner: Mit einem Handvertikutierer befreien Sie Ihren Rasen von Moos und Filz.

Ein schöner Rasen ist eine tolle Sache. Aber sattes Grün im Garten ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Pflege. Dabei reicht es längst nicht aus, die Grünfläche in regelmäßigen Abständen zu mähen. Hin und wieder muss die Pflege etwas tiefer gehen. Dann ist der Griff zum Vertikutierer unverzichtbar.
Am komfortabelsten sind sicher Geräte mit Elektro- oder Benzinmotor, aber sind die motorisierten Gartenhelfer auch automatisch besser? In vielen Fällen ist das Vertikutieren von Hand ausreichend und kann je nach Rasenfläche auf lange Sicht sogar die bessere Wahl sein.
Übrigens: Ein Handvertikutierer ist nicht zu verwechseln mit einem Rasenlüfter. Manuelle Vertikutierer verfügen über Klingen, die den Boden einritzen. Dabei gibt es Modelle mit zwei Rädern und andere, die eher an einen Rechen erinnern. Rasenlüfter hingegen fegen mit kleinen Federstahlkrallen nur über den Boden hinweg und entfernen so Fremdkörper.

Galerie: Fünf beliebte Vertikutierer aus dem Internet

Vor- und Nachteile von Handvertikutierern

Handbetriebene Vertikutierer (ab 27,50 Euro bei Amazon) zupfen bei der Rasenbearbeitung in der Regel weniger Grün aus dem Boden als ihre motorisierten Varianten. So müssen Sie später weniger düngen und nachsäen. Kehren Sie die Mährückstände nach dem Vertikutieren zusammen, ist der entstandene Haufen in etwa ein Drittel kleiner als bei elektrischen oder benzinbetriebenen Modellen. Effekt: Der Rasen wächst etwas kräftiger und dichter nach.
Rasenabschnitte mit aus der Erde ragenden Wurzeln oder Trittplatten sowie die Grenzabschnitte zu Gehwegen lassen sich mit einem Handvertikutierer sorgfältiger bearbeiten. Motorgetriebene Geräte hingegen können Schaden nehmen, wenn sie aus Versehen über aufragende Hindernisse hinwegrollen.
Nachteil Handvertikutierer: Bei größeren Flächen ist die Arbeit schweißtreibend und kann Rückenbeschwerden verursachen – zumal Sie in einem Stück vertikutieren sollten, damit alles gleichmäßig nachwächst.
Kahle Stellen im Rasen

Kahle Stellen nach der Bearbeitung mit etwas Blumenerde bedecken und mit einem Rechen verteilen.

Worauf kommt es an?

Handvertikutierer mit Rädern haben Messer, die nicht zu tief in die Grünfläche eindringen und so das Wurzelwerk schonen. Modelle ohne Räder bearbeiten unebene Flächen dafür effektiver – welches Modell besser für Ihren Garten geeignet ist, hängt also auch von der Beschaffenheit des Rasens ab.
Tipp: Beim Vertikutieren sollten Sie die Rasenfläche zunächst längs und anschließend noch einmal quer einritzen. Stark ramponierte Stellen bedecken Sie nach dem Nachsäen mit etwas Blumenerde und verteilen diese gleichmäßig mit einem handelsüblichen Rasenrechen. Schon nach wenigen Wochen sprießen neue Triebe aus dem Boden und überwuchern die gestreute Erde. Im Idealfall vertikutieren Sie Ihren Rasen einmal im Frühjahr und einmal im Spätsommer, spätestens aber im Herbst.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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