Kein Trinkwasser verschwenden

Natürliches Gießwasser aus der Regentonne verwenden

Sie möchten Regenwasser zur Gartenbewässerung sammeln und so die Wasserkosten gering halten? Mit einer Regentonne versorgen Sie Ihre Pflanzen umweltbewusst. eGarden gibt nützliche Tipps für eine sinnvolle Wassernutzung.

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Regentonne im Garten

Mit einer Regentonne im Garten leisten Sie einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit unseren Wasserressourcen.

Eine Regentonne ist eine in mehrfacher Hinsicht günstige Alternative zur Gartenbewässerung. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass Sie jährlich mehrere tausend Liter wertvolles Trinkwasser einsparen und sich deshalb auf die nächste Schmutz- und Frischwasserkostenabrechnung freuen können, sondern auch, weil Regenwasser sich perfekt zum Gießen von Blumen und Gartenpflanzen eignet. Leitungswasser enthält in vielen Regionen einen hohen Kalkanteil sowie mancherorts Konservierungszusätze wie Chlor und Ozon, was sich negativ auf das Wachstum empfindlicher Pflanzenarten, etwa Rhododendren, auswirkt. Natürlicher Regen aus der Tonne ist also klar das bessere Gießwasser.

Was zeichnet eine gute Regentonne aus?

Ob einfacher Plastiktank oder edles, hölzernes Fass – Regentonnen gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Günstigere Modelle aus Kunststoff bekommen Sie bei Amazon je nach Fassungsvermögen bereits ab 29,90 Euro. Für hochwertigere Tonnen, beispielsweise mit Eichenfass-Optik (ab 134,95 Euro bei Amazon), müssen Sie etwas tiefer in die Tasche greifen.
Welche Regentonne die richtige für Ihren Garten ist, sollten Sie jedoch in erster Linie von der Größe des Grundstücks abhängig machen. Gerade, wenn Sie einen großflächigen Rasen besitzen, benötigen Sie automatisch mehr Wasser und dementsprechend auch eine größere Tonne als Speicher. Als Faustformel gilt: 100 Quadratmeter bedürfen in etwa 1.500 Liter.
Darüber hinaus sollte Ihr Regenspeicher immer auch einen Deckel besitzen, um zu verhindern, dass Laub und Ungeziefer im kühlen Nass landen.
Regensammler installieren

Zur Installation einiger Regensammler, die Insekten und Laubreste herausfiltern, etwa von Capt'eau, müssen Sie ein Loch ins Fallrohr bohren, durch das das Regenwasser in die Tonne abfließen kann.

So kommt das Wasser von der Rinne in die Tonne

Um Regenwasser effektiv nutzen zu können, benötigen Sie grundlegend drei Dinge: Eine Dachrinne mit Fallrohr, einen Regensammler und eine Regentonne. Zunächst einmal sollten Sie Ihre Regenrinne und das Fallrohr reinigen, damit das Regenwasser später auch barrierefrei abfließen kann. Steht Ihr Haus unter Bäumen, könnte sich ein sogenannter Laubfilter oder Dachrinnenschutz (ab 5,90 Euro pro 6 Meter bei Amazon) lohnen. Die Schutzstreifen hängen Sie ganz einfach mit den mitgelieferten Clips in die Regenrinne ein – etwa alle 40 Zentimeter ein Clip.
Im nächsten Schritt setzen Sie einen Regensammler (ab 11,09 Euro bei Amazon) in oder an das Fallrohr. Der Füllautomat filtert Insekten und sonstiges Geäst heraus und stellt sicher, dass möglichst sauberes Wasser in die Tonne fließt. In der Standardausführung ist hierzu in der Regel kein Austausch des Fallrohres notwendig. Bei einigen Modellen müssen Sie lediglich mit einem Kronenbohrer ein Loch ins Rohr bohren, aus dem das Wasser in den Filter ablaufen kann. Die Überlaufkante des Regendiebs sollte immer unterhalb des Tonnenrands liegen, sodass Sie den Speicher oben abdecken können. Die meisten Filter lassen sich ohne großen Montageaufwand wahlweise auf Sommer- oder Winterbetrieb einstellen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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