Kühlboxen im Test

Auf Eis gelegt: Die richtigen Kühlboxen für jede Gelegenheit

Nichts verdirbt die Feierlaune schneller als ein warmes Bier. Ist kein Kühlschrank in Reichweite, hilft eine gute Kühlbox. eGarden hat den Test gemacht.

Datum:
Kühlbox mit Bier

So eine Kühlbox ist schon sehr praktisch: Natürlich können Sie in ihr nicht nur Bier, sondern auch Fleisch wunderbar kaltstellen.

Wenn ein Getränk auf dem Weg zum Grillen im Stadtpark ein wenig warm wird, ist das kein gutes Omen für die Grillparty. Noch schlimmer ist aber, wenn Steaks, Würstchen und Fischfilets beim Transport nicht gekühlt werden. Die Lösung: Eine Kühlbox muss her. Nur welche soll es sein? Im Prinzip genügt eine sogenannte Passiv-Box ohne Elektrik, die gut isoliert und ausreichend groß ist. Gespickt mit einfachen Kühlakkus aus dem Eisfach kann eine solche Box die Temperatur im Inneren lässig über fünf, sechs Stunden halten. Vorausgesetzt, sie wird nicht alle paar Minuten geöffnet und steht nicht in der prallen Sonne. Bei topisolierten Modellen ändert sich die Temperatur sogar nach zwölf Stunden kaum, kaltes Bier und knackige Salate sind garantiert.

Thermoelektrische Kühlboxen

Mehr Komfort bieten Boxen mit elektrischer Kühlfunktion, die im Deckel untergebracht ist. Hier empfehlen sich sogenannte thermoelektrische Modelle. Sie sind relativ günstig und funktionieren sowohl mit 230 Volt aus der Steckdose als auch mit 12 Volt aus dem PKW. Wenn die Anfahrt zum Grillplatz etwas länger dauert, kühlen diese Boxen aktiv weiter. In Kauf nehmen muss man allerdings ein mehr oder weniger lautes Lüftergeräusch und ein etwas höheres Gewicht. Natürlich muss auch eine Stromquelle in der Nähe sein. Dafür sind diese Boxen für den Dauerbetrieb ausgelegt und sorgen zuverlässig für kalten Biernachschub und frisches Grillfleisch. Die Kühlleistung ist allerdings immer abhängig von der Umgebungstemperatur. Je stärker draußen die Sonne knallt, desto wärmer ist es natürlich auch in den mobilen Kühlschränken. Denn oft kühlen die Boxen nicht mehr als 18 Grad Celsius unterhalb der Außentemperatur. Das bedeutet, dass man bei 35 Grad im Schatten leider kein eiskaltes Bier mehr erwarten darf.

Galerie: Thermoelektrische Kühlboxen

Alternativen zur elektrischen Kühlbox

Andere Kühlboxen-Typen wie beispielsweise die sogenannten Kompressorboxen arbeiten wie der heimische Kühlschrank mit einem Kältemittel. Das hat den Vorteil, dass eine solche Box Kühlgut auch einfrieren kann. Der Nachteil ist, dass Kompressorboxen nicht gerade preiswert und alles andere als kompakt und leicht sind. Eine weitere Variante ist die Absorberbox: Hier wird konzentrierte Ammoniaklösung in einem Boiler erhitzt und dampfförmig ausgetrieben. Das unter hohem Druck stehende Gas verflüssigt sich in einem Kondensator und verdampft unter Zusatz von Wasserstoff. Dabei wird dem Kühlraum Wärme entzogen. Eine solche Box ist geräuschlos und läuft dank der Gaskartusche sogar ohne Strom. Aber auch Absorberboxen sind keine Schnäppchen. Zudem kühlen sie nur sehr schlecht, wenn es draußen brütend heiß sein sollte. Am besten dürften für Griller dann doch die normalen, thermoelektrischen Geräte sein. Und selbst die passiven Kühlboxen sind fürs Grillen oft ausreichend. Hauptsache, das Nackensteak schwitzt erst dann, wenn es auf dem Grillrost liegt.

Galerie: Passive Kühlboxen im Detail

So wurde getestet

Im ersten Test haben wir vier thermoelektrische Kühlboxen (12 V/230 V) mit ähnlichem Volumen miteinander verglichen. Wir wollten wissen: Wie schnell kühlen die Boxen am 230-Volt-Anschluss zimmerwarme (22°C) Flaschen mit unterschiedlicher Größe und unterschiedlichem Inhalt auf eine angenehme Trinktemperatur, und wie lange hält sich diese bei rund 22°C Umgebungstemperatur? Die Befüllung war mit je zwei 0,5-Liter-Kunststoff-Flaschen Mineralwasser, einer 0,5-Liter-Glasflasche Bier und einer 1,5-Liter-PET-Flasche identisch. Kühlakkus kamen nicht zum Einsatz. Neun Stunden liefen die befüllten Boxen, dabei haben wir einmal pro Stunde die Innentemperatur gemessen und notiert.
Im zweiten Test mussten drei gleichgroße, passive Boxen, also Isolierboxen ohne elektrische Kühlfunktion, beweisen, wie lange sie das Bier kaltstellen können. Die Boxen haben wir genauso befüllt wie beim ersten Test, nur waren die Flaschen hier bereits kühlschrankkalt, bevor wir sie in die Boxen legten. Zudem haben wir jeweils drei hartgefrorene Kühlakkus dazugelegt, um die Erwärmung zu verzögern.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.