Keine Abgase, kein Motorknattern

Akku-Rasenmäher: Welcher ist der richtige?

Keine lauten Motorengeräusche, keine nervigen Kabel. Mit einem Akku-Rasenmäher erleben Sie ein völlig neues Rasenmäh-Gefühl. eGarden zeigt Ihnen, welche Modelle es gibt und was Sie beim Kauf beachten sollten.

Datum:
Akku-Rasenmäher AL-KO 38.4 Li Comfort

Mit einem Akku-Rasenmäher wie hier von AL-KO können Sie sich im Garten frei bewegen.

Der größte Nachteil elektrischer Rasenmäher ist ohne Zweifel ihr Stromkabel. Einmal nicht aufgepasst, und schon wird es vom scharfen Schneidermesser des Mähers gekappt oder zumindest beschädigt. Außerdem ist es auf Dauer lästig, die Strippe ständig um Gegenstände und Pflanzen im Garten herumzuführen.
Mit einem Akku-Rasenmäher haben Sie freie Fahrt. Damit umkurven Sie alle Hindernisse und riskieren keinen Stromausfall. Ob sich ein Akku-Rasenmäher für Sie lohnt, hängt entscheidend von der Größe Ihrer Rasenfläche ab.

Vor- und Nachteile von Akku-Rasenmähern:

Vorteile:
  • Beim Mähen entfällt der ständige Kontrollblick auf das Kabel.
  • Akku-Rasenmäher sind flexibel einsetzbar und nicht auf eine Steckdose in der Nähe angewiesen.
  • Sie produzieren keine Abgase und sind somit umweltschonender.
  • Sie sind viel wartungsfreundlicher. Und Sie holen sich keine schmierigen und verölten Hände.
  • Sie sind in der Regel kleiner und leichter als Benzin-Rasenmäher. Dadurch sind sie etwas handlicher und wendiger. Und sie benötigen weniger Abstellraum.
  • Sie sind viel leiser als die Benzin-Varianten.
  • Mit elektrisch betriebenen Rasenmähern erzielen Sie saubere Schnittflächen. Das liegt an der Umdrehungszahl der Schnittblätter. Die ist bei Elektro-Modellen höher. Die Rasenspitzen wirken nicht so ausgefranst wie bei den Benzin-Mähern.
Nachteile:
  • Der Anschaffungspreis für einen Akku-Rasenmäher liegt in der Regel höher als bei kabelgebundenen oder Benzin-Modellen.
  • Die Laufzeit der Akkus pro Mähvorgang ist begrenzt. Je nach Akku-Kapazität können Sie damit nur eine begrenzte Fläche mähen, bevor Sie wieder zum Aufladen an die Steckdose müssen.
  • Ersatz- oder Zweit-Akkus sind relativ teuer.
  • Die Akkus weisen eine begrenzte Lebensdauer auf. Sie lassen sich rund 1.000-mal wieder aufladen, verlieren dabei aber (etwas) an Leistung.
  • Auch Akku-Mäher der neuesten Generation können in Sachen Kraft nicht ganz mit den Benzin-Kollegen mithalten. Das macht sich besonders bei hohem und feuchtem Gras bemerkbar.

Galerie: 15 beliebte Rasenmäher

Darauf müssen Sie beim Kauf achten

Wie beim Kauf eines Benzin-Rasenmähers sollten Sie besonderes Augenmerk auf die Schnittbreite, den Fangkorb, die Fahrwerks-Höhenverstellung, die Größe der Räder und die verstellbare Griffhöhe richten. Was Sie dabei genau beachten müssen, lesen Sie hier.
Akku: Ganz entscheidend ist die Kapazität des Akkus – je größer die ist, desto länger können Sie mähen. Achtung: Die Herstellerangaben bezüglich der zu bewältigenden Rasenfläche, die Sie mit einer Akkuladung schaffen können, sind meist nur bei optimalen Bedingungen, etwa bei trockenem, nicht zu hohem Gras, zu erreichen. Rechnen Sie eher mit weniger Leistung. Wenn es Ihr Budget zulässt, gönnen Sie sich lieber gleich einen großen Akku oder einen Zweit-Akku.
Beachten Sie: Bei einigen Herstellern bekommen Sie einen Zweit-Akku gratis dazu. Bei anderen gehören weder die aufladbaren Strompakete noch das Ladegerät zum Lieferumfang. Letzteres kommt häufig bei Profigeräten vor, etwa bei der Firma Makita.

Ausleihen und gebraucht kaufen

Viele Gartengeräte können Sie tageweise in vielen Baumärkten ausleihen, so auch elektrische Rasenmäher ab etwa 20 Euro/Tag. Akkubetriebene Modelle gibt es dort allerdings eher selten. Schlauer ist es, sich mit befreundeten Gartennachbarn ein Gerät zu teilen.
Alternativ könnte der Kauf eines gebrauchten Akku-Rasenmähers infrage kommen. Was Sie allgemein beim Kauf von gebrauchten Rasenmähern beachten sollten, lesen Sie hier. Beim Gebrauchtkauf eines Akku-Rasenmähers machen Sie unbedingt eine lange Probe mit dem voll aufgeladenen Gerät, um dessen Kapazität zumindest grob zu erkennen. Von Akkus ohne Lithium-Ionen raten wir ab.

Mähroboter und Aufsitzmäher

Mähroboter mit Akku: Nach etwas Vorarbeit zur Installation mähen diese Geräte den Rasen völlig alleine und laden ihre Batterie auch selbstständig. Wie die Geräte funktionieren, welche es gibt und was sie kosten, lesen Sie hier.
Aufsitzmäher mit Akku: Benzin-Aufsitzmäher gibt es schon für unter 1.000 Euro. Elektro-Modelle mit Akku gibt es zwar auch, diese sind zurzeit, wegen ihres hohen Preises, noch selten (ab circa 4.000 Euro).

Akku-Rasenmäher

Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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