Mähroboter flüsterleise

Im Test: Der Gardena Smart Sileno Mähroboter

Mähroboter werden immer beliebter, doch sie sind zugleich teurer als herkömmliche, vergleichbare Rasenmäher. Lohnt sich der Kauf eines Mähroboters vom Typ Sileno des Herstellers Gardena mitsamt Fernsteuerung? Wir haben ihn ausführlich testen können.

Datum:
Der Gardena Smart Sileno Mähroboter bei der Arbeit

Der Gardena Smart Sileno Mähroboter bei der Arbeit.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Gardena Smart Sileno ist sein teures Geld allemal wert. Die Zeitersparnis ist groß. Das Mähergebnis exzellent. Die Bedienbarkeit per Smartphone-App ist sehr einfach gestaltet, ebenso die Eingabemöglichkeit von Mähzeiten. Die Ersteinrichtung hält sich im üblichen Rahmen, man braucht aber Zeit und Geduld, bis man sich eingelesen hat und alles eingerichtet ist. Die Bedienungsanleitung ist dafür sehr ausführlich. Etwas mehr Intelligenz bei der Kopplung mit anderen Geräten wie etwa dem Bodensensor und schon ist das System nahezu perfekt.

Pro

  • Extrem leise
  • Exzellentes Mähergebnis
  • Gute Bedienungsanleitung
  • Fernsteuerung möglich
  • Mähzeiten einstellbar
  • Einfach zu warten
  • Zubehör völlig ausreichend
  • Fairer Preis für Kunden mit Anspruch an Freizeit und Zeitgewinn

Kontra

  • Kratzempfindlich
  • Keine Kopplung mit anderen Smart Geräten
  • Erstinbetriebname ist kein Plug&Play, Einarbeitungszeit notwendig
  • Zu hoher Preis für Kunden mit Genuss an Gartenarbeiten, denen Zeitgewinn irrelevant ist

Gardena Smart Sileno

Der Gardena Sileno und Gardena Sileno+ sind bereits etwas länger auf dem Markt und wissen in vielen Tests zu überzeugen.Im Vergleich zu den beiden Vorgänger-Mährobotern bieten die beiden smarten Nachfolger „smart Sileno / Sileno +“ eine Anbindung an das ebenfalls neue Gardena smart System, um mittels Funktechnik untereinander zu sprechen. Was das für den Nutzer bedeutet? Ganz einfach und zugleich sehr charmant: Die Mähroboter sind über ein Smartphone konfigurierbar, steuerbar und kontrollierbar!

Vorbedingungen

Wie bei jedem herkömmlichen Mähroboter muss der Gartenbesitzer erstmal überlegen, ob sein Garten für den Einsatz eines Mähroboters geeignet ist. Gardena gibt hierzu folgende Limits an:
  • Die Rasenfläche sollte 1.000 qm (Sileno) bzw. 1.300 qm (Sileno+) nicht übersteigen.
  • Die maximale Neigung sollte 35% (Sileno / Sileno+) nicht übersteigen, da der Mähroboter sonst nicht mehr fahren kann, gerade bei Nässe schnell abrutscht. 35% entsprechen einem Höhenunterschied von 35 cm auf 1 m Länge.
  • Der kleinste Mindestabstand bei Engstellen sollte nicht unter 60cm betragen.

Einrichtung der Rasenfläche

Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, geht es mit der Verlegung des Begrenzungskabels los. Das liegt mit bei und hat eine Länge von 200 m.
Das Begrenzungskabel: 200 m Länge. Mit 400 beiligenden Haken.

Das Begrenzungskabel: 200 m Länge. Mit 400 beiligenden Haken.

Zusätzlich werden 400 Haken mitgeliefert, die das Kabel im Boden verankern. Natürlich sollte ein Abstand zu den Blumenbeeten und weiteren Hindernissen eingehalten werden, der mit ca. 30 cm seitens der Herstellers angegeben wird.
Das Begrenzungskabel im Boden verankert. Mit der Zeit wächst Gras darüber, so dass man es nicht mehr erkennen kann.

Das Begrenzungskabel im Boden verankert. Mit der Zeit wächst Gras darüber, so dass man es nicht mehr erkennen kann.

Jedoch kann man am Mähroboter einstellen, dass er das Kabel bis zu 15 cm überfahren darf, bevor er eine Kehrtwende macht (Voreinstellung beträgt 30 cm). Das Begrenzungskabel führt von und zur Ladestation des Mähroboters und wird unter leichten Strom gesetzt. Sprich: Das Begrenzungskabel wird niemals unterbrochen und auch nicht in separaten Teilstücken verlegt.
Die Gardena Sileno Ladestation: Das Begrenzungskabel wird mit der Ladestation verbunden und unter Schwachstrom gesetzt.

Die Gardena Sileno Ladestation: Das Begrenzungskabel wird mit der Ladestation verbunden und unter Schwachstrom gesetzt.

Was ist aber mit Bäumen oder Hängemattenvorrichtungen mitten auf dem Rasen? Wir haben festgestellt, dass dies kein Problem darstellt, womit eine Verlegung des Kabels um diese Hindernisse irrelevant erscheint. Allerdings muss man Kratzer am Außengehäuse hinnehmen, die dabei schnell entstehen. Zwar rast der Mähroboter nicht mit voller Wucht gegen die Hindernisse – es ist vielmehr eine sanfte Kollision –, aber es reicht für die besagten Spuren aus.
Die Kratzer am Gehäuse des Smart Sileno.

Die Kratzer am Gehäuse des Smart Sileno sind unvermeidlich, insofern man die Begrenzungskabel relativ tolerant zu Hindernissen auslegt oder eben gar nicht.

Natürlich kann man das Kabel auch bis zu 20 cm unterhalb der Grasnarbe verlegen, denn das Kabel steht unter Leichstrom wie eine Art Weidezaun. Die Sensoren im Mähroboter detektieren den Schwachstrom. Das ist schon bereits das ganze Prinzip. Warum man das Kabel unterirdisch verlegen kann? Wer den Rasen vertikutiert, den wird das Begrenzungskabel an der Oberfläche stören und er wird es unter Umständen beschädigen.
Stichwort beschädigen: Gerade zu Beginn kann es passieren, dass der Mähroboter das oberirdisch verlegte Begrenzungskabel zerschneidet. Obgleich man gerade zum Start die höchste Schnitthöhe einstellen soll (6 cm), kann sich an der einen oder anderen Stelle das Kabel aus der Hakenverankerung lösen. Eine Reparatur ist kein Problem: Es liegen fünf wasserfeste Kabelverbinder bei, mit denen man das zerschnittene Kabel wieder zusammenfügen kann. Wir hatten im Test alle fünf Kabelverbinder aufgebraucht.
Bei Kabelbruch einfach mit dem mitgelieferten, wasserdichten Verbinder wieder zusammenfügen.

Bei Kabelbruch einfach mit dem mitgelieferten, wasserdichten Verbinder wieder zusammenfügen.

Was ist mit den Nebenflächen? Unser Testgarten hatte tatsächlich eine Nebenstelle, die mit der eigentlichen Rasenfläche nicht direkt verbunden war. Ein Gehweg wäre kein Problem gewesen, da man das Kabel auch da unterirdisch verlegen kann. Natürlich verlegt man an einer Nebenfläche ebenso das Begrenzungskabel. Das – bitte beachten – immer einen Gesamtring bildet und nie getrennt wird, im gesamten Gartenbereich, egal ob Baum, Hauptbereich oder Nebenbereich. Allerdings kein Suchdraht, mit dessen Hilfe der Mähroboter nach Hause zur Aufladestation findet. Wie kommt Sileno dann zur Nebenfläche? Indem man ihn herüberträgt. Dort arbeiten lässt und wieder zurückträgt.
Was ist mit einem Gartenteich? Auch das ist überhaupt kein Problem. Begrenzungskabel auch da herum anbringen. Optisch wirkt das teilweise so, dass der Mähroboter vermeintlich in den Teich plumpst, doch wirkt das nur so. Wie bereits erwähnt, in den Voreinstellungen kann man zwischen 15 - 50 cm wählen, wie weit der Mähroboter das Begrenzungskabel überfahren darf, bevor er umkehrt. Beachten Sie hierbei, dass die Schnittbreite 22 cm beträgt! Damit lassen sich Überlegungen anstellen, wie viel Restschnitt man hat, dem man mit einem Rasentrimmer selbst beikommen muss. Gerade bei Beetstellen wird das interessant, ohne dass man aber die Blumen beschädigt.
Praktisch war hierzu übrigens das beiliegende Papplineal, um den Abstand von Beet / Teich zum Kabel zu messen. Natürlich reicht auch jedes andere Metermaß.
Wie findet der Mähroboter zur Ladestation? Sileno und Sileno+ haben ungefähr genug Batteriesaft für rund 60 Minuten je nach Rasenart und Fläche. In den 60 Minuten packt der Rasenmäher eine Fläche von rund 60 qm. Und muss für 60 Minuten an die Ladestation, um sich wieder voll aufzuladen. Dieses 60-60-60- Prinzip war uns ein grober Richtwert, der in der Praxis natürlich abweichen kann.
Den Ladevorgang muss man nicht überwachen, denn der Mähroboter ist smart genug, um bei niedrigem Akkustand den Weg zurückzufinden. Hierzu verlegt man das sogenannte „Suchkabel“ ungefähr mittig über die Rasenfläche, das genauso wie das Begrenzungskabel aufgebaut ist (und tatsächlich zwackt man einen Teil vom Begrenzungskabel dazu ab). Das Suchkabel sollte jedoch immer einen Mindestabstand zum Begrenzungskabel haben, denn sonst kommt der Robbie nicht mehr durch. Denken Sie an die eingestellte Mindestgrenze, wie weit unser Roboter das Begrenzungskabel überfahren darf (15 - 50 cm).
Der Gardena Smart Sileno fährt zum Nachladen in die Ladestation ein.

Der Gardena Smart Sileno fährt zum Nachladen in die Ladestation ein.

Die Ladestation muss natürlich mit Strom versorgt werden. Hierzu liegt ein Netzgerät anbei, das zwischen der Ladestation und einer 100-240V-Steckdose angeschlossen wird. Das Netzgerät ist mit einem zehn Meter langen Niederspannungskabel an der Steckdose und der Ladestation angeschlossen. Das Niederspannungskabel darf weder gekürzt noch verlängert werden.
Dauer der Vorbereitungen? Es ist ja nicht nur mit dem Verkabeln getan, man muss sich definitiv in die ausführliche Bedienungsanleitung einlesen. Der Mähroboter selbst will ebenfalls eingerichtet werden. Wir kommen gleich dazu. Insgesamt hat es grob ein ganzes Wochenende lang gedauert, bis alles eingerichtet war. Der Aufwand danach? Mehr oder minder nahezu Null!

Einrichtung des Mähroboters Gardena smart Sileno

Nachdem alle notwendigen Tätigkeiten am Rasen erledigt sind und alle Kabel an der Ladestation verbunden sind, wenden wir uns dem Rasenmäher zu. Die Ersteinrichtung gestaltet sich denkbar einfach.
Mit wenigen Handgriffen ist der Rasenmäher betriebsbereit. Doch Halt, wir haben ja ein smart System. Bedeutet? Wir müssen das Gerät mit dem beiliegenden Gateway und damit dem WLAN-Router verbinden. Hierzu hat man zwei Möglichkeiten: Entweder verbindet man das Gateway mit dem Router per Ethernet-Kabel oder aber man macht das Ganze per Webbrowser. Letzten Endes führen beide Methoden zum gleichen Ziel, abhängig vom technischen Basiswissen des Besitzers. Kompliziert ist keiner von beiden Wegen.
Die Vorderseite des Gardena Gateways

Die Vorderseite des Gardena Gateways. Das Gateway kommuniziert per Funk mit allen, smarten Gardena Gartengeräten und ist mit dem WLAN-Router für eine Internetverbindung zum Gardena-Homeserver verbunden.

Die Rückseite des Gardena Gateways mit LAN-Kabelanschlussmöglichkeit.

Die Rückseite des Gardena Gateways mit LAN-Kabelanschlussmöglichkeit.

Anschließend meldet man in der Smartphone-App „Gardena smart System“ (die kostenlos und sowohl für iOS und Android verfügbar ist) den Mähroboter an.
Smartphone-App Gardene Smart System

Die Smartphone-App, um den Sileno zu steuern und seinen Status abzurufen. Auch die Eingabe von Mähzeiten ist ebenso wie am Gerät direkt machbar (max. zwei Mähzeiten pro Tag).

Sobald das Gerät in der App registriert ist, können wir den Rasenmäher wie eine Art Fernsteuerung bedienen. Wir können dem Rasenmäher sagen, dass er bei Gewitter in die Ladestation fahren soll oder aber, dass er zu mähen beginnen soll. Oder aber, wir geben Mähzeiten ein. Mehr als zwei Mähzeiten pro Tag sind allerdings nicht möglich. Letztlich kann man ganz ohne Smartphone-App dem Rasenmäher seine Arbeit vollautomatisch erledigen lassen. Gerade diese Möglichkeit, den Mähroboter aus der Ferne zu steuern, ist im Urlaub extrem praktisch. Oder wenn der Garten eben nicht zu Hause ist, sondern als Schrebergarten an anderer Stelle steht. Wir kommen gleich nochmals auf das Thema gesondert zu sprechen.
Wenn man keinen Internetanschluss im Garten hat? Wir hatte im Testszenario smart Sileno in einem Schrebergarten mit rund 100 qm Rasenfläche eingesetzt. Normalerweise existiert dort kein Internetanschluss. Um dennoch auch von zu Hause den Rasenmäher zu überwachen – die App zeigt an, ob der Rasenmäher aktiv ist – und zu steuern, haben wir uns einen mobilen Hotspot gekauft. In dem konkreten Fall war das der TP-Link M5350 WLAN-Router, den es bei Amazon für rund 56 Euro zu haben gibt. Zusätzlich muss man sich noch eine SIM-Karte holen. Hierbei ist sicherzustellen, dass der Provider (O2, Telekom, Vodafone) eine gute Netzabdeckung auch im Schrebergarten anbietet. Am besten vorher mit dem eigenen Smartphone testen. Sobald der mobile WLAN-Router eingerichtet ist, dient er als herkömmlicher Router für das Gardena Gateway.
Nochmals, das Gateway ist das zentrale Herzstück, über das alle Gerätedaten und -kommandos ein- und ausgehen. Das Gateway arbeitet nicht auf WLAN-Basis, sondern auf einer standardisierten Funtechnik, in dem Fall mit 868 MHz. Diese Funkfrequenz reicht grob für eine Reichweite von rund 100 Metern aus, um mit dem Sileno-Roboter kommunzieren zu können.
Das Gateway geht via WLAN-Router ins Internet und verbindet sich mit dem Gardena-Zentralsystem. Wo sich der Kunden zunächst einmal registrieren muss. Sämtliche Daten werden dort gesammelt und sind nur für den Kunden abrufbar. Das bedeutet auch, dass die Kommandos per Smartphone zuerst vom Gardena-Zentralsystem verarbeitet werden und dann erst via Internet an das Gateway und von dort aus an den Mähroboter übermittelt werden.
Sprich? Es gibt Kunden, die stört der Gedanke, dass ein Dritter Daten von zu Hause einsammelt. Selbst wenn es um Daten rund um den Garten geht. Das bedeutet aber auch, dass sich der Kunden darauf verlassen muss, dass Gardena den Online-Service über Jahre hinweg am Laufen hält. Fällt das System aus, läuft zwar der Roboter weiter, jedoch kann man ihn nicht mehr fernbedienen. Gardena selbst hat größtes Interesse, das smart System auszubauen, so der Hersteller. Immerhin stellt es die Basisplattform für alle weiteren, kommenden Geräte und Funktionsmöglichkeiten dar. Zumal Gardena mit Sicherheit nicht pleite gehen wird. Sie sind einer der Marktführer und gehören dem schwedischen Riesen Husqvarna AB, die rund 3 Mrd. Euro Umsatz mit der Herstellung von Gartengeräten an Umsatz machen.
Kann man alles am Mähroboter direkt eingeben? Absolut, was uns auch sehr gut gefiel. Die Möglichkeiten sind äußerst vielfältig und teilweise auch komplex. Weniger die Bedienung, sondern die Vielzahl an Einstellmöglichkeiten. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass der Rasenmäher per PIN gesperrt und entsperrt wird. Was einem Diebstahl vorbeugt. Wer mag, kann Mähzeiten direkt am Sileno per Tastenfeld vornehmen. Wer es sogar noch detailierter mag, der kann gemessen an der Länge des Suchkabels einstellen, welche Areale des Gartens vermehrt gemäht werden sollen! Ebenso kann man den Mähroboter Huckepack nehmen und zum Nebenbereich tragen. Dann muss man mit wenigen Tasteneingaben definieren, dass sich der Mähroboter nun genau dort ohne Suchkabel befindet.
Die Draufsicht auf den Gardena smart Sileno.

Die Draufsicht auf den Gardena smart Sileno. Gut zu erkennen: Die Stop-Taste, das Einstellrad für die Schnitthöhe, das Bedienfeld (das abgedeckt wird) und das gut ablesbare Display.

Das Bedienfeld am Sileno

Das Bedienfeld am Sileno. Mittels dem sämtliche, denkbaren Einstellungen direkt am Rasenmäher ganz ohne Smartphone-App vorzunehmen sind.

Sicherheit

Zum Thema Sicherheit gehört nicht nur die Eingabe der PIN, sondern auch die Abschaltautomatik. Wer den Mähroboter anhebt, der muss sicher sein, dass er sofort ausgeht. Das hat in verschiedenen Testläufen extrem gut funktioniert. Bereits ein leichtes Anheben für zum sofortigen Stop. Was absolut unabdingbar ist, denn der Sileno schneidet den Rasen mittels drei Mähmessern, die an dem Mähteller drehend platziert sind. Obgleich mehrere Sicherheitsmechanismen Haustiere ebenso wie Kleinkindern vor Verletzungen schützen sollen, ist es absolut empfehlenswert, den Mähroboter niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Gerade dann, wenn Kleinkinder im Garten spielen. Das versteht sich an sich von selbst, aber wir weisen eigens darauf hin. In unserem Testszenario war ein Haushund im Garten, der sich von Sileno kaum stören ließ, weil er so leise sein Werk verrichtet. Aus Sicherheitsgründen hatten wir daher stets ein Auge darauf, damit der Hund nicht verletzt wird.
Die Schnittmesser am Mähteller.

Die Schnittmesser am Mähteller.

Übrigens, wer die PIN vergisst, kann sie online per Gardena-Service wieder freischalten lassen. Bei mehrfacher Fehleingabe wird der Abstand zwischen den Eingabemöglichkeiten immer größer, bis es sinnlos wird.

Mähergebnis und Mähverhalten

Der Gardena Sileno im Einsatz

So sieht der Rasen nach wenigen Wochen Einsatzzeit bereits aus.

Der Sileno hat in unseren Augen eine super Arbeit gemacht! Er war absolut leise, so leise, dass man ihn fast kaum noch hört. Die Mähleistung war bereits nach wenigen Tagen absolut zufriedenstellend und der Rasen wurde tatsächlich – so wie es der Hersteller verspricht – wunderbar dicht. Das liegt aber auch daran, dass Sileno über keinen Auffangbehälter für das Mähgut verfügt. Er mulcht den Rasen.
Gadrena Smart System Sileno Video abspielen

Roboterrasenmäher werden zunehmend populärer. Eines der besten Geräte ist der Sileno Roboterrasenmäher.

Ein Punkt war uns auch sehr wichtig: Der Rasen wird sehr gleichmäßig verteilt gemäht. Obgleich man sich zu Beginn fragt, ob das wirklich etwas werden kann. Denn Sileno navigiert nicht durch den Garten wie eine Art kartenbasierender Fahrer. Der Mähroboter geht nach dem Chaosprinzip vor. Wir sehen das Fahrverhalten wunderbar im Video. Das vermeidet in der Tat rein praktisch gesehen Streifen oder ungleichmäßige Mähstellen.
Je nach Gusto kann man die Schnitthöhe am Rasenmäher per Drehregler von 2 cm - 6 cm verstellen.
Einstellung der Schnitthöhe am Gardena smart Sileno.

Einstellung der Schnitthöhe am Gardena smart Sileno.

Sollte man zwischendurch für längere Zeit nicht gemäht haben, packt er auch höheres Gras, zwar mit etwas Mühen, aber es klappt! Ok, irgendwann ist auch hier Sense. Denn Gras ab 10 cm oder höher ist eine Sache für normale Rasenmäher.
Was war mit den Ecken und Enden? Wir haben es oben bereits gesagt, je nach Einstellung überfährt der Mähroboter das Begrenzungskabel zwischen 15 - 50 cm. Das bedeutet bei einer Schnittbreite von 22 cm immer einen Restschnitt, dem man mit einem Rasentrimmer beikommt. Allzu große Unterschiede zur Handhabung mit üblichen Rasenmäher haben wir nicht bemerkt.
Eine Besonderheit stellt die Sensor Control dar, die nicht unerwähnt sei. Sileno+ weiß grob, wie schnell der Rasen wächst und kann darauf die Mähzeiten anpassen. Er mäht dann enstprechend häufiger oder seltener, vollautomatisch. Das dauert allerdings eine gewisse Zeit, bis das sensorische System die Wachstumsgeschwindigkeit erfasst hat. Der Kunde muss das System so nicht nutzen, wir empfehlen aber gerne, das in der Praxis zu testen und uns zu berichten. Denn, der Sileno ohne Plus verfügt über diese Funktion nicht.
Ein wichtiger Aspekt ist die Haltbarkeit der Mähmesser: In der Packung liegen neun Messer anbei, was für dreimal Ersatz reicht. Denn am Mähteller sind drei Mähmesser befestigt. Wir können das nur subjektiv festhalten, da wir den Mähroboter mehrere Wochen im Einsatz hatten. Wir mussten nach rund acht Wochen erstmalig den Austausch vornehmen. Dabei war der Mähroboter mehrere Stunden pro Tag im Betrieb. Ein Ersatzmesser-Set kostet bei Amazon um die 14 Euro.
Links ein neues Messer, rechts die abegnutzten Mähmesser des Silenos.

Links ein neues Messer, rechts die abegnutzten Mähmesser des Silenos.

Intelligente Fernsteuerung

Per App wird der Mähroboter ferngesteuert. Ob vom Wohnzimmer oder von unterwegs im Urlaub aus. Die App zeigt lediglich an, ob der Rasenmäher aktiv ist oder lädt. Das reicht aber schon aus, um den Rasenmäher manuell zu starten, unabhängig etwaig eingegebener Mähzeiten. Das alleine für sich ist bereits ein Komfortgewinn.
Wir empfehlen aber folgende Zusatzkonfiguration und gehen einen intelligenten Schritt weiter: Holen Sie sich die Netatmo-Wetterstation. Warum? Mit Hilfe der Wetterstation können Sie zuverlässig via Smartphone-App von unterwegs abrufen, ob und wie viel es im Garten gerade regnet oder geregnet hat. Ebenso können Sie lokale Wetterdaten abrufen und auch die Windgeschwindigkeiten einsehen. Lesen Sie hierzu „die Netatmo-Wetterstation im ausführlichen Test“.

Galerie: Wetterfrosch 2.0: Die Netatmo-Wetterstation im Test

Was haben Sie davon konkret? Mit Hilfe dieser Daten lassen Sie sich zustandsbedingt einen Alarmhinweis per Mail zustellen. Wie das geht, erläutern wir detailiert in „Netatmo mit IFTTT koppeln“. Sprich, sie müssen die Wetterdaten nicht im Auge behalten, sie werden einfach informiert. Und können den Mähroboter befehlen, zur Ladestation zurückzukehren. Umgekehrt können Sie natürlich bei idealen Wetterbedingungen ebenso Hinweise vorgeben, damit Sileno seine Arbeit kontinuierlich fortsetzt.

Galerie: Wie verbindet man die Netatmo mit IFTTT?

Anwendungsbeispiel? Bei einer Regenmenge von 0.1 l/Stunde soll eine Warnmeldung per Mail rausgehen. Bei einer Windgeschwindigkeit ab 10 m/s soll ebenfalls eine Warn-Mail herausgehen.
Hier auch einer der wenigen Kritikpunkte am Gardena-System: Wir hätten uns gerade bei der Wahl des Produktnamens „smart“ auch eine Umweltsteuerung gewünscht. Die in Abhängigkeit der Wettersituation ein automatisiertes Heim/Herausfahren des Roboters ermöglicht. Was leider so nirgends vorgesehen ist, auch und gerade wenn man sich das Komplettpaket mitsamt Bodensensor und Bewässerungseinheit holt. Hier fehlt es etwas an intelligenterer Zusammenarbeit. Und, wir hoffen, dass Gardena definitiv nachzieht.

Gesamteindruck

Galerie: Gardena Smart System: Aufbau und Einzelkomponenten

Wir danken zunächst einmal Daniel und Andreas, dass wir in ihrem Garten testen durften. Alle sind einstimmig der gleichen Meinung: Gardena Sileno rockt! Wir haben kaum etwas zu meckern gefunden, abgesehen vom Fehlen einer intelligenten Zusammenarbeit des Bodensensors, der Bewässerungseinheit und dem Sileno Mähroboter. Uns begeistert das Mähergebnis. Ebenso wie leise Sileno sein Werk verrichtet und damit seinem Namen alle Ehre macht. Die Zeitersparnis ist nun nach mehreren Wochen erheblich! Zuvor hieß es einmal die Woche für rund zwei Stunden Rasenmähen mitsamt Trimmen. Heute beschränkt sich das alles auf das Trimmen des Rasens. Hin und wieder muss der Sileno etwas gesäubert werden, was aber ein Klacks ist. Die App-Fernsteuerung ist extrem komfortaber, aber nicht perfekt mangels – wir sagten es bereits – Wetterdaten- und Sensorikkopplung. Damit fällt auch unser Urteil über den Preis des Paktes Gardena Smart Sileno positiv ist: Die 1.427 Euro ist das System sein Geld wert, die es zur Zeit bei Amazon kostet!

Gardena Smart Sileno

Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

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