Feinstaub ade!

Emissionsgrenzwerte für Rasenmäher & Co. beschlossen

Das EU-Parlament setzt dem Lieblingsgefährt eines jeden Gärtners Grenzen. In Zukunft dürfen Rasenmäher bestimmte Emissionswerte nicht überschreiten.

Datum:
Rasenmäher Emissionsgranzwert

Neue Grenzwerte für Abgasemissionen betreffen auch Benzin-Rasenmäher.

Maschinen und Geräte mit Verbrennungsmotor dürfen die Luft in Europa zukünftig nicht mehr unbegrenzt verschmutzen – das beschloss nun das Europaparlament in Straßburg. Die Verantwortlichen stimmten einer Überarbeitung der Typgenehmigungsvorschriften und Emissionsgrenzwerte für mobile Maschinen und Geräte (NSBMMG) zu, die nicht für den Straßenverkehr bestimmt sind. Diese sollen ab 2018 gelten.

Schadstoffquelle Rasenmäher

Zu den NSBMMG gehören nicht nur Benzin-Rasenmäher und weitere Gartengeräte, sondern auch Diesellokomotiven, Erntemaschinen, Bulldozer und Binnenschiffe. Allein in der EU sind diese Maschinen für rund 15 Prozent der Stickoxid- und 5 Prozent aller Feinstaubemissionen verantwortlich. Die Schadstoffe beeinträchtigen die Schleimhäute, führen zu Atemproblemen sowie Augenreizungen und schaden dem Herz-Kreislauf-System.
Bereits 2014 veröffentlichte die europäische Umweltagentur (EEA) einen Bericht, der besagt, dass die Luftqualität der EU ein Risiko für Umwelt und Menschen darstellt. Die EEA schätzt, dass man jährlich 72.000 frühzeitige Todesfälle in der EU auf Stickstoffdioxid und 403.000 auf Partikel-Emissionen zurückführen kann. Gesundheitskosten auf Grund von Luftverschmutzung belaufen sich laut Berichts auf 330 bis 940 Milliarden Euro im Jahr.

Richtlinien auf dem neusten Stand

Die neuen Richtlinien legen verschiedene Motorklassen fest und unterteilen diese je nach Leistungsbereich in diverse Unterklassen. Jede der Klassen bekommt eigene Emissionsgrenzwerte zugeteilt sowie Fristen zur Umsetzung der Vorgaben. Sie betreffen so im Vergleich zu den vorherigen Vorschriften mehr Motorarten, sollen die Verwaltungsverfahren vereinfachen und die Marktüberwachung verbessern.
Laut EU-Abgeordneter und Berichterstatterin Elisabetta Gardini habe man eine zufriedenstellende Vereinbarung getroffen, die sowohl den Umweltschutz als auch die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen in Betracht zieht. Sie haben die Grenzwerte zwar höher festgelegt als zuvor vorgeschlagen, konnten aber einen Ansatz finden, der der Industrie ermögliche, den Anforderungen in kurzer Zeit nachzukommen.

Bisher keine Nachrüstpflicht

Zur Nachrüstung von bereits erworbenen Geräten gibt es noch keinen Beschluss. Mit Hilfe von speziellen Vorrichtungen möchte man eventuell die Abgasemissionen in Motoren begrenzen. Die EU-Kommission prüft auf Forderung der Abgeordneten, ob neue Regelungen notwendig seien, um weitere Reduktionen zu erreichen.

Elektro-Rasenmäher

Sabine Stanek

von

Mein grüner Daumen ist nicht angeboren, doch zum Glück gibt es smarte Pflanzengadgets! Über die berichte ich auf eGarden – für alle, denen es so geht wie mir.

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