Umfrage zur vernetzten Zukunft

Smart Garden: Was erwarten die Konsumenten?

Was wollen und erwarten Konsumenten, wenn sie von Smart Home hören? Diese Fragen wurden im Rahmen einer Studie über 1.000 Konsumenten zwischen 19 und 75 Jahren gestellt.

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Ein Kind denkt sich spielend die Zukunft

Kinder gehen mit Zukunft spielerisch um. Wir Erwachsenen machen es uns schwerer damit.

Woran denken Sie, wenn Begriffe wie „Smart Home“, „Smart Living“ oder „Smart Garden“ fallen? Womöglich geht es Ihnen wie vielen anderen auch. Im Gegensatz zu „Auto“, „Flugzeug“, „Internet“ haben die meisten unter uns nur sehr vage Vorstellungen, was das sein könnte, wie es sich anfühlt und welche Produkte das überhaupt sein sollen.
Dennoch ist es nicht nur für die Unternehmen ungemein wichtig zu wissen, welche Erwartungen und Befürchtungen die Konsumenten haben. Auch uns wird es zunehmend interessieren. Oder ist das alles nur Hokuspokus? Garten ist Garten, Gärtnern ist Gärtnern. Wer keinen grünen Daumen hat, dem hilft auch Technik nichts. Punkt! Meinen Sie? Immerhin reden wir von Produkten, die sehr bald auf den Markt kommen, die als smart und vernetzt zu verstehen sind. Ob Technik vielleicht doch hilft?

Wird der Garten schöner und die Arbeit besser?

Im ersten Artikel zu dem Special „Smart Garden“ sind wir der Frage nachgegangen, wo wir im Gartenbereich bereits mit den frühen Ausläufern dieser vernetzten Welten konfrontiert werden, die wir auch unter den synonymen Begriffen wie „Smart Home“ oder „Smart Living“ verstehen. Wir stehen bereits mittendrin in dieser Entwicklung! Die damit einhergehenden Änderungen kann man durchaus als Umwälzung betrachten: Wenn es am Ende dieser Entwicklung dazu führt, dass wir alle einen grüneren Daumen haben, der Rasen noch schöner wird, die Blumen noch besser gedeihen, das Gärtnern weniger Mühe macht und sogar von unterwegs zu erledigen ist, sollten wir Smart Garden willkommen heißen. Wenn wir allerdings nur mehr Probleme mit der Technik haben, alles teurer und komplizierter wird, haben wir nichts gewonnen. Wir können unterschiedlicher Meinungen darüber sein. Heißen wir aber grundsätzlich diese Technikversprechen überhaupt willkommen?

Studienergebnisse zu Erwartungen und Befürchtungen

Werfen wir also einen Blick auf die Studie der Unternehmensberatung Deloitte: Smart Home aus Konsumentensicht. Die Zahlen selbst sind nur als grobe Richtungszeiger zu verstehen, um ein erstes Gefühl zu bekommen, wohin die Reise geht und wie sie verlaufen wird. Je nach Marktentwicklung verändern sich solche Daten erfahrungsgemäß sehr stark.
Studie zu Smart Home

Smart Home ist nicht unbeliebt. Sicherheit steht ganz oben auf der Wunschliste.

Smart Home ist bei den Konsumenten überraschend gut gefragt, was die konkreten Kaufabsichten angeht. Ganz oben auf der Liste stehen Alarmsysteme: 38 Prozent sind interessiert oder äußern konkrete Kaufabsichten. Sicherheit scheint ein großes Thema zu sein. Was naheliegend ist, versprechen derartige Systeme doch einen unmittelbaren Nutzen. Man muss aber etwas vorsichtig bei der Interpretation dieser Aussage sein. Hätte man die Menschen vor der Zeit der Handys gefragt, wozu man mobile Telefone braucht, wäre Sicherheit vermutlich ebenso zuerst genannt worden. Es ist nun einmal bei frühen, technologischen Entwicklungen häufig das erste, was einem einfällt.
Das Interesse an Smart Home ist im Moment eng mit dem Wunsch nach mehr Komfort und Sicherheit verbunden. Jüngere Konsumenten bevorzugen eher den Komfortgewinn. Das gilt für 70 Prozent der 19- bis 24-Jährigen. Zusätzliche Sicherheit ist dagegen altersübergreifend ein wichtiger Treiber.
Studie zu Smart Home

Preis als größtes Manko.

Spannend wird es bei der Frage, warum man kein Interesse am Smart Home habe: Auf den ersten drei Positionen wird zuerst der Preis genannt, dann erst Datenschutzbedenken und an dritter Stelle der nicht erkennbare Mehrwert.
Dennoch wird als Hauptwunsch die Fernbedienbarkeit genannt, was die Problemzonen Preis und Datenschutzbedenken etwas konterkariert. Auf der einen Seite haben wir Erwartungen und damit einhergehende Befürchtungen (was die künftigen Produkte und Services angeht), die heute bereits bestehenden Erfahrungen gegenüberstehen. Ohne Smartphone geht nichts mehr. Zu dominant ist diese mobile Komponente in einer zunehmend vernetzten Welt geworden. Datenschutzbedenken sind zwar vorhanden, was aber nicht zu einer geringeren Nutzung der Mobilgeräte führt, eher im Gegenteil. Auch was die Preisfrage angeht, sehen wir deutlich, worauf es ankommt. Ein iPhone oder ein Samsung kann nicht teuer genug sein, solange es cool ist, Mehrwert und Image verspricht. Wir können davon ausgehen, dass „Smart Home“-Lösungen ähnlichen Gesetzmäßigkeiten unterliegen werden.
Gerade deutsche Hersteller können bei der Sorge um den Datenschutz punkten, um sich gegenüber ausländischen Mitbewerbern einen Pluspunkt beim Käufer zu verdienen. Das haben die deutschen Anbieter auch schon erkannt und aufgegriffen. Achten Sie darauf, was sich davon in der Praxis in den Broschüren wiederfindet.
Smart Home Studie

Google wird es schwer haben!

Das Thema Datenschutz en detail nochmals etwas näher beleuchtet: Es bestätigt die Meinung der deutschen Hersteller, dass sie darauf penibel achten sollten. Zugleich wird es Unternehmen wie Google womöglich schwerer fallen, einen Fuß in die Tür zu bekommen.
Smart Home Studie

Empfehlungen der Freunde sind am wichtigsten.

Bei Smart Home und Smart Garden handelt es sich um eine nach wie vor recht junge Entwicklung, die von Unsicherheiten bei der Interessensausprägung bis hin zur Kaufentscheidung begleitet wird. Dementsprechend neigt der Konsument stets zur Orientierung in der Gruppe. „Was machen die anderen, was denken die, was kaufen die“, sind die typischen Fragen. Die Gruppe ist hierbei einerseits der Bekanntenkreis inklusive den Empfehlungen und Meinungsäußerungen im Internet.
Diese frühe Phase spiegelt sich auch im potenziellen Anbieterkreis wider. Der Konsument hat noch keine Präferenzen, wenn es um mögliche Unternehmen geht. Es gibt in diesem Segment noch kein „Apple” sozusagen.

Fazit

Es ist erstaunlich, wie positiv das Thema betrachtet wird! Das Interesse ist in allen Altersbereichen vorhanden. Bedenken werden dennoch klar und vernünftig geäußert. Auch für die Unternehmen sind das klare Signale, mehr in diese Richtung zu entwickeln und auf den Markt zu bringen! Verlassen wir das generelle Gebiet und kommen wir zurück zu unserem Bereich Garten. Wo finden wir demnach derartige Lösungen, die zukunftsweisend sind? Wir werden uns im kommenden Artikel exemplarisch die Lösung eines Marktführers aus dem Gartenbereich näher anschauen. Weg von der Meinungstheorie, hin zur Praxis.
Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

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