Steuerung auch per Smartphone

Smarte Mähroboter erleichtern die Gartenarbeit

Moderne Rasenmäher-Roboter halten die Grünfläche bei Wind und Wetter in Form! In unserem Ratgeber erfahren Sie, wann sich ein Mähroboter für Ihr Grundstück lohnt – und wie unterschiedlich die Steuerung vonstatten geht.

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Gardena-Maehroboter

Halten den Rasen eigenständig kurz: Immer mehr Hobbygärtner entscheiden sich für einen Mähroboter.

Rasenmähen ist echte Fleißarbeit. Aber wieso schwitzen und unnötig anstrengen, wenn Sie den Job ebenso gut von einem Mähroboter machen lassen können? Selbst wenn Sie in den Urlaub fahren, kümmern sich die autonomen Grasschlucker liebevoll um Ihren Rasen. Dabei mulchen die Geräte die Grünfläche gleich mit und verabreichen ihr so eine ökologische Düngung. Zudem verbrauchen die elektrischen Weideschafe deutlich weniger Energie als herkömmliche Rasenmäher – besonders jene, die ihre Power aus integrierten Solarzellen generieren. Hinzu kommt, dass die fortschrittlichen Geräte sehr leise arbeiten. Das freut auch den Nachbarn.

Wie funktioniert der Robo-Mäher?

Seit der Markteinführung im Jahr 1995 entscheiden sich immer mehr Hobbygärtner für einen Mähroboter. Inzwischen haben fast alle namhaften Gartenhersteller mindestens einen Robomäher im Sortiment und natürlich hat sich in den vergangenen 20 Jahren auch in puncto Leistung, Funktionalität und Sicherheit einiges getan.
Bevor Sie den Mähroboter aktivieren, müssen Sie bei den meisten Geräten zuerst ein Signalkabel im Rasen verlegen, das dem elektrischen Grasschneider als Orientierungshilfe dient. So weiß das Gerät immer genau, in welchem Bereich es den Rasen zu mähen hat und stellt keine Gefahr für Blumen oder Erdbeeren dar. Nur ganz wenige Geräte (von Ambrogio und Wiper) kommen ohne Kabelverlegen aus und erkennen ihren Arbeitsbereich per Gras-Sensor. Wenn der Rasen allerdings nahtlos in ein grünes Beet übergeht, kann für die Unversehrtheit der Blumen nicht garantiert werden. Deutlich verbreiteter sind aktuell deshalb die anderen Mähroboter.

Kabel verlegen, aber richtig

Die Richtschnur legen Sie am besten entlang der Rasenkanten aus und befestigen sie mit Heringen oder Klammern im Boden. Die meisten Hersteller liefern das nötige Zubehör gleich mit. Tipp: Halten Sie zur Sicherheit am besten mindestens 5 Zentimeter Abstand zu angrenzenden Wegen, damit die Messer keinen Schaden nehmen. Das Kabel wächst bereits nach 3-4 Wochen in den Rasen ein und ist dann kaum noch zu sehen. Größere Hindernisse wie Bäume erkennt der Roboter von selbst, sodass Sie die elektrisch geladene Schnur nicht zusätzlich drumherum verlegen müssen. Liegen beispielsweise Äpfel und Birnen auf dem Boden, ist das meist auch kein Problem. Für gewöhnlich verfügen die Geräte über Stahlklingen und genügend Leistung, um das Obst zu zerschneiden, ohne anschließend gleich den Geist aufzugeben. Anders sieht es bei Schuhen oder herumliegenden Kinderspielzeug aus. Sorgen Sie also immer dafür, dass der Mähroboter möglichst barrierefrei arbeiten kann.

Galerie: Fünf beliebte Mähroboter in der Übersicht

Gleichmäßiges Schnittbild trotz eigenwilliger Arbeitsweise

Beobachtet man die kleinen Garten-Roboter bei der Arbeit, wundert man sich bei den meisten Geräten über die scheinbar willkürliche Vorgehensweise. Die kleinen Droiden scheren den Rasen nicht in Längs- und Querbahnen, sondern kurven kreuz und quer über die Grünfläche. Trotz der etwas ineffizienten Navigation, die bei einigen Herstellern sicherlich noch ausbaufähig ist, kann sich das Ergebnis am Ende sehen lassen. Fünf beliebte Mähroboter finden Sie in unserer obigen Bildergalerie.
Robomow-App.

Per Smartphone können Sie die Fahrt des Robomow-Rasenmähers auf Wunsch bestimmen und ihn wie ein ferngesteuertes Auto durch den Garten manövrieren.

Die meisten Roboter müssen nach etwa einer Stunde Betriebszeit zurück an die Ladestation, aber auch das machen die modernen Gartenhelfer heutzutage automatisch. Tipp: Positionieren Sie die Docking-Station am besten an einer unauffälligen Ecke des Rasens, die sich in der Nähe eines Stromanschlusses befindet – zum Bespiel neben der Terrasse. Die Mähzeiten können Sie ganz einfach am Gerät einprogrammieren und bei einigen Modellen auch ganz bequem per App oder SMS mit dem Smartphone steuern. Das ist aber noch eine Seltenheit. Eine Vorreiterrolle nimmt hier der Robomow Premium RC 306 ein.

Wann lohnen sich die automatischen Gartenhelfer?

Vorzeigbare Schnittergebnisse liefern die Modelle alle. Dennoch unterscheiden sich die automatisierten Schneid-Systeme zum Teil in ihrer Arbeitsweise und nicht jedes Modell eignet sich auch für jedes Grundstück. Eine Anschaffung lohnt sich in der Regel vor allem bei größeren Rasenabschnitten ab 100 Quadratmeter. Einige besonders leistungsstarke Rasenschneider mähen sogar bis zu 3.000 Quadratmeter große Flächen ohne Probleme.
Natürlich hat die Technik auch ihren Preis: Gute Mähroboter für kleinere Flächen bringen bereits Anschaffungskosten von rund 500 Euro mit sich. Wenn Sie den Mäher einmal pro Woche reinigen und alle paar Monate die Messer austauschen, liegen die Unterhaltungskosten im Durchschnitt bei etwa 100 Euro pro Jahr. Teurer wird es, wenn der Akku keinen Saft mehr hat. Die Kosten betragen im Großen und Ganzen zwar etwas mehr als bei einem herkömmlichen Rasenmäher, dafür haben Sie weniger Arbeit und mehr Freizeit.
Übrigens: Sollten Sie sich für einen Kauf entscheiden, brauchen Sie keine Angst davor zu haben, dass Ihnen einer den kleinen Robo vom Hof trägt. In der Regel verfügen die Geräte alle über einen komplizierten Diebstahlschutz mit PIN-Abfrage.
Malte Betz

von

Der Hamburger hat einen grünen Daumen, davon ist er überzeugt. Von der App zur Schädlingsdiagnose bis zum Walzenmäher für perfekten Rasenschnitt interessiert ihn alles, was im Garten hilft oder zumindest helfen soll.

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