Volle Ladung

So warten Sie Ihre Lithium-Ionen-Akkus richtig

Konstant leistungsfähig, schnell nachladbar und flexibel einsetzbar: Mit der richtigen Pflege haben Lithium-Ionen-Akkus eine lange Lebensdauer. Und Sie können Geld sparen ...

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Gardena Akku Rasentrimmer

Gartengeräte mit Lithium-Ionen-Akkus kommen ohne Kabel aus und sind viel leiser als Maschinen mit Verbrennungsmotor.

Akkubetriebene Gartengeräte liegen bei Hobbygärtnerinnen und -gärtnern voll im Trend. Ob Rasenmäher, Mähroboter, Heckenschere, Rasentrimmer oder Motorsense – alle Gerätschaften gibt es inzwischen mit leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus. Und wenn Sie bei einem Hersteller bleiben, sind die Akkus heute oft Geräte-übergreifend wechselbar. Beim nächste Gartengerät können Sie so viel Geld sparen, wenn Sie es gleich ohne Akku kaufen. Im Vergleich zu ihren Vorgängern überstehen Lithium-Ionen-Akkus viel mehr Ladezyklen. Hochwertige Akkus verkraften 800 bis 1.000 Ladevorgänge. Ihre Ladekapazität bleibt auch nach zig Aufladungen konstant hoch. Wenn Sie ein paar Regeln beachten, garantieren Sie Ihrem Akku eine lange Lebensdauer. eGarden verrät, wie man Akkus richtig pflegt.

Tipps zur Akku-Pflege

  • Ladestart: Laden Sie Ihren Akku nach einer längeren Pause erst kurz vor dem nächsten Einsatz auf.
  • Aufladung: Nach Meinung einiger Hersteller reicht es, das Gerät bei Normalbetrieb zu 80 Prozent aufzuladen. Schnell-Ladegeräte schaffen das in 25 Minuten. Standard-Ladegeräte brauchen dreimal so lang. Lithium-Ionen-Akkus benötigen zum Start auch keine mehrmalige vollständige Ladung und Entladung, wie das früher bei Akkus der Fall war. Im Gegenteil: Lithium-Ionen-Akkus mögen keine Tiefentladung.
  • Ladestation: Laden Sie Ihren Akku ausschließlich mit einem Ladegerät des Herstellers. Betreiben Sie das Ladegerät nur bei Temperaturen zwischen + 5 und + 40 Grad Celsius. Ist der Akku zu warm, startet der Ladevorgang bei einigen Geräten erst, wenn er etwas abgekühlt ist. Manche Schnellladegeräte verfügen über ein integriertes Kühlluftsystem. Das beschleunigt den Ladeprozess. Ziehen Sie nach dem Ladevorgang sicherheitshalber den Stecker.
  • Reserveakku: Wenn Sie mehrere Akkus besitzen, verwenden Sie diese am besten im Wechsel und lagern Sie keinen ungenutzt.
  • Sicherheit: Nehmen Sie nach getaner Arbeit den Akku aus Ihrem Gartengerät. So verhindern Sie, dass der Motor unbeaufsichtigt anspringt.
  • Winterpause: Laden Sie Ihren Lithium-Ionen-Akku vor der Winterpause nicht voll auf. Experten raten zu einem Ladezustand zwischen 70 und 80 Prozent. Bei einem Zwei-Drittel-Ladezustand verliert ein Akku selbst nach einem Jahr keine nennenswerte Energie. Ältere Metall-Hybrid- oder Nickel-Cadmium-Akkus haben dagegen die Tendenz, sich selbst zu entladen. Hier ist es sinnvoll im Winter alle zwei Monate den Ladezustand zu prüfen und gegebenenfalls nachzuladen.
  • Akku-Schutz: Schützen Sie Ihren Akku vor Feuchtigkeit, Hitze, Feuer und direkter Sonneneinstrahlung. Frost verringert die Lebensdauer von Akkus.
  • Lagerung: Lagern Sie Ihren Akku in geschlossenen, trockenen Räumen. Akkus schätzen eine konstante Lagertemperatur zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Lagern Sie Ihre Akkus in der kalten Jahreszeit also nicht im Schuppen oder der Garage, sondern am besten im Keller. Dort ist es weder zu kalt noch zu warm.
  • Verboten: Verwenden Sie keine defekten Akkus. Und versuchen Sie nie, einen Akku zu öffnen oder zu reparieren.

Was sind die Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus?

Lithium-Ionen-Akkus finden Sie auch unter dem Namen Li-Ion-Accu, Li-Ionen-Akku, Lithium-Akkumulator oder Li-Ionen-Sekundärbatterie. Sie haben im Vergleich zu anderen Akkutypen eine höhere Ladekapazität bei gleicher Größe. Ein weiterer Vorteil: Der sogenannte Memory-Effekt entfällt. Lithium-Ionen-Akkus laden sich – selbst nach vielen Teilentladungen – immer wieder vollständig auf.

Ein Akku für alle Geräte

Akku-Gartengeräte sind im Vergleich zu einem Verbrennungsmotor umweltschonend, vibrieren weniger und machen kaum Krach. Für viele Akkugeräte von beispielsweise Husqvarna, Gardena, Ryobi, Bosch, Makita oder Stihl gilt: Ein Akku für alle Geräte. Sie benötigen also nicht mehr für jedes Gartengerät einen Extra-Akku plus Ladegerät. Bei Großgeräten wie einem Akku-Rasenmäher kommen bei vielen Hersteller beispielsweise zwei 18-Volt-Akkus zum Einsatz, die Sie auch im Akkuschrauber, Heckenschere oder Laubbläser nutzen können. Die Betriebskosten für die umweltschonenden Akkugeräte sind zudem deutlich geringer als für benzinbetriebene Maschinen. Sie sparen also Geld und schonen die Umwelt. Und endlich ist Schluss mit dem nervigen Kabelsalat.

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Sie überlegen, sich einen Akku-Rasenmäher anzuschaffen. Unser Ratgeber Akku-Rasenmäher: Welcher ist der richtige? hilft Ihnen bei der Auswahl. Gleich mehrere Hecken- und Strauchscheren haben wir zudem für Sie auf Herz und Nieren getestet. Lesen Sie hier die Ergebnisse zu den getesteten Geräten: Bosch Heckenschere AHS 45-16, Stihl Akku-Heckenschneider HLA 85, Bosch Akku-Strauch- und Akku-Grasscheren-Set. Auch der Bosch ART 26-18 Akku Rasentrimmer hat den Praxis-Test gut bestanden.

Akku-Gartengeräte

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.