Gartenarbeit mit einem Finger erledigen

Der Mähroboter Robomow RC312 im Praxis-Test

Der Robomow RC312 setzt neue Maßstäbe in der vollautomatischen Rasenpflege, behauptet der Hersteller. eGarden hat getestet, ob der Mähroboter die Erwartungen erfüllt.

Datum:
robomow rc312

Der Mähroboter Robomow RC312 bei seinem ersten Mäh-Einsatz.

Da ist er nun, der Rasenmähroboter zum Testen: der Robomow RC312. Bisher dachten wir, ein Rasenmähroboter macht Sinn bei riesigen Gärten mit hohen Zäunen. Der Robomow hat uns eines Besseren belehrt. Aber eins nach dem anderen. Ein wirklich großes Paket steht vor uns, aber es ist auch viel drin. Zum Lieferumfang gehört neben dem RC312 selbst noch folgendes Zubehör:
Ladestation mit Netzteil
300 Fixiernägel für den Rasen
1 Verlegelineal
1 Kurzanleitung
1 umfangreiches Bedienbuch
2 Spulen mit je 150 Metern Begrenzungskabel
Robomow 312

Neben dem Mähroboter wird umfangreiches Zubehör mitgeliefert.

Gerätemerkmale

Der Robomow RC312 wiegt 10 Kilo, hat eine Leistung von 200 Watt und ist mit einem 26V-3Ah-Lithium-Ferrum-Akku ausgestattet. Er kann eine Rasenfläche bis zu 1.200 Quadratmetern mähen. Das ist eine erstaunliche Leistung, die bei kleineren Flächen die Lebensdauer durch den geringeren Gesamtverschleiß erhöht. Damit hebt er sich von vielen Konkurrenzprodukten ab. Zusätzlich bietet der Hersteller eine Fernsteuerungs-App für iPhone und Android an – aber dazu später mehr.
Durch das spezielle Mähsystem kann der Rasen auch mal etwas länger sein, beispielsweise nach dem Urlaub oder einer längeren Schlechtwetter-Phase. Das Mähwerk mäht über die Hinterräder hinweg, sodass er kantengenau arbeitet. Dadurch wird die Nacharbeit erheblich weniger, so der Hersteller.
Robomow RC312

Das entsprechende Netzteil kann in der Garage, im Schuppen oder einem anderen trockenen Ort angebracht werden.

Außerdem schafft er auch problemlos Steigungen bis maximal 36 Prozent (20°). Der integrierte Regensensor sorgt dafür, dass der Robomow bei Regeneinbruch unterbricht und automatisch zur Ladestation zurückfährt. Außerdem verfügt er über ein vollautomatisiertes Wochenprogramm sowie einen Diebstahlschutz mit PIN-Code und entsprechendem Alarmsystem. Neben allerlei sonstigen akustischen Signalen verfügt er über weitere Sicherheitsmerkmale wie eine Kindersicherung, einen Kipp- und Hebesensor mit Messerbremse und mehrere Stoßsensoren.

Die vorbereitenden Arbeiten

Dass ein Rasenmähroboter nicht einfach so im Garten rumfahren kann und schon merkt, wenn die Grundstücksgrenze erreicht ist, war uns natürlich bekannt. Demnach muss man erst die vorbereitenden Arbeiten erledigen, um das Gerät auch wirklich testen zu können.
Anhand der Kurzanleitung haben wir das Begrenzungskabel mithilfe der Fixiernägel entsprechend auf der Rasenfläche verspannt. Laut einigen Erfahrungsberichten sei dies ein aufreibender Prozess. Das jedoch können wir so gar nicht bestätigen. In der Hersteller-Kurzanleitung ist anhand von Skizzen einfach und deutlich aufgezeigt, wie man vorgehen muss. Dort kann man entnehmen, welche Abstände einzuhalten sind und wie man die Begrenzungskabel verspannt. Beim Verlegen muss das Kabel ausreichend gespannt sein, damit keine Wellen entstehen, die der Roboter übermähen könnte.
Robomow RC312

Mithilfe der Fixiernägel können die Begrenzungskabel einfach und zügig auf der Wiese verspannt werden.

Im Anschluss haben wir die beiden Kabelenden mit einer der mitgelieferten Anschlussklemmen verbunden. Die Anschlussklemme in die Ladestation eingesteckt – und fertig war das System. Den Mäher auf die Station gestellt, angeschaltet und entsprechend der Vorgabe der Kurzanleitung aktiviert (Datum und Uhrzeit eingegeben): Nun konnte der Robomow laden. Optimal ist, den Akku vor dem ersten Einsatz einmal komplett aufzuladen.

Der erste Einsatz

Mit vollem Akku geht es los: Beim Aktivieren piepst unser Mähroboter dreimal kurz und fährt los. Alleine das Betrachten des kleinen Roboters, wie er ausparkt und anfängt, sich zu orientieren, ist schon herrlich. Zuerst fährt er das Begrenzungskabel ab und prägt sich dabei jeden Fixiernagel ein. So weiß er später genau, in welchem Rahmen er sich bewegen kann. Nach der ersten Runde fängt er mit dem Mähen an. Ob des vorangegangenen regnerischen Wetters stand der Rasen recht hoch. Die Schnitthöhe kann man variabel einstellen (15 bis 60 mm mithilfe einer Drehschraube an der Unterseite des Robomow). Wir haben eine Schnitthöhe von 25 mm gewählt, die schaffte er spielend und auch sehr regelmäßig.

Rasen mähen leicht gemacht

Er mäht, man sieht es. Hören jedoch kann man fast nichts. Er fährt leise surrend vor sich hin und ab und zu ist ein kleines Säbelgeräusch wahrnehmbar. Der Robomow mäht kreuz und quer über die Wiese, damit keine Mähstreifen oder ein spezielles Schnittbild entstehen. Seine Schnittbreite ist 28 cm. Eigentlich könnte man Dinge erledigen, aber es ist auch einfach wunderbar, dem Gerät beim Mähen zuzuschauen. Geradezu entspannend. Selbst an kleinen Steigungen, an Kuhlen oder komplizierten Rändern fährt er, vermutlich dank der verbesserten Antriebsräder, problemlos weiter. Sobald der Akku zur Neige geht, fährt er zurück zu seiner Station.
Robomow RC312 App

Die praktische App ermöglicht die einfache Bedienung des Geräts - auch von unterwegs.

Mit der App steuerbar

Die Gerätebedienung mit der dazugehörigen App setzt dem Ganzen die Krone auf. Die Robomow-App ermöglicht die Steuerung auch aus der Entfernung. So lassen sich Einstellungen und Programmierungen einfach und schnell ändern oder der Roboter fernsteuern. Der Robomow beginnt auf Fingertipp mit dem Mähen. Der Nutzer erhält eine automatische Kontrolle des Mähvorgangs und bei Diebstahl oder Festhängen des Roboters eine Benachrichtigung. Auch andere Nutzer können eingeladen werden. Zusätzlich lässt er sich so außerhalb der Begrenzungskabel in schwierigen Ecken fernbedienen. Ein äußerst praktisches Detail, das ebenfalls zum guten Gesamteindruck des Mähers beiträgt.

Fazit: Robomow RC312

Die Anleitung war klar verständlich, Vorbereitungen und Kabelverlegung waren zügig umgesetzt. Wenn alles ordentlich verlegt ist, arbeitet der Robomow zuverlässig, ausdauernd und zügig mit hervorragendem Ergebnis. Unser Testrasen war relativ uneben, mit kleinen Steigungen versehen und drapiert mit einem Trampolin und Klettergerüst. Er hat all diese Hürden meisterhaft umrundet und auch an schwierigen Ecken sauber gemäht. Nacharbeiten war nur an den üblichen Stellen (Ränder und Stufen) nötig, dies aber nur in geringem Maß.
Robomow RC312

Ein tolles Gerät mit vielen nützlichen Details.

Da der Robomow sehr leise mäht, eignet er sich auch zum Einsatz am Sonntag oder während der Mittagsruhe. Das ist, vor allem bei wechselhaftem Wetter, ein großer Vorteil. Der Rasen wird sauber geschnitten. Das gemähte Gras bleibt einfach auf dem Rasen liegen und düngt diesen zusätzlich. Die Bedienbarkeit des Geräts über die App setzt dem Leistungsumfang die Krone auf. So erledigt sich die Gartenarbeit mit einem Finger und völlig problemlos. Alles in allem ein einwandfrei arbeitendes, praktisches Gerät mit vielen Details. Dass er nun nicht mehr im Garten rumwuselt und freundlich surrend an uns vorbeifährt, wird uns fehlen.
Preislich ist er im oberen Segment angesiedelt, aber für uns sein Geld wert. Amazon bietet das neue Robomow-RC312-Modell aktuell für 1.699 Euro an.

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