Plötzlich gar nicht mehr so smart

Serverabsturz: Smarte Gartenhelfer fallen aus

Automatische Mähroboter und Bewässerungssysteme sollen Hobbygärtnern Arbeit abnehmen. Blöd, wenn die Geräte aufgrund von abgestürzten Servern nicht mehr funktionieren – besonders im Urlaub.

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Gardena Smart Garden Mähroboter

Gardenas Smart Garden kümmert sich auch bei Ihrer Abwesenheit um den Garten – normalerweise.

Gerade zur Haupturlaubszeit verlassen sich einige Garten-Techies schon auf IoT-Dienste (Internet of Things), die es mithilfe einer Internetverbindung ermöglichen, Haushaltsgeräte zu regeln und zu steuern. Auf solchen Diensten basiert auch das Gardena Smart Garden System mit dem man per App etwa das Smart Sensor Bewässerungssystem oder den Smart Sileno Mähroboter steuert. Das funktioniert aber nur, solange ein lokaler Router die Geräte über das Internet mit einem Clouddienst verbindet. Das ermöglicht es, auf die Geräte via App per Smartphone zuzugreifen. Ohne die Cloud ist die Kommunikation zwischen Smartphone und Mähroboter nicht möglich. Schlimmstenfalls werden auch die geplanten Aktionen nicht mehr durchgeführt.

Serverabsturz bei Gardena

Wer Anfang August Probleme mit dem Gardena Smart Garden System hatte, war wahrscheinlich von einem Serverabsturz am 10. August 2017 betroffen. Das teilte Gardena diversen Kunden per E-Mail mit. Die funkgesteuerten Mäher, Sensoren und Ventile konnten sich nicht mehr mit dem Internet und der zugehörigen Cloud verbinden und so auch nicht mehr mit der App kommunizieren. In einigen Fällen wurden sogar Backup-Daten und somit Geräte aus Benutzerkonten gelöscht. So kann es sein, dass der Serverabsturz dazu führte, dass sogar lokal gespeicherten Daten – etwa der Bewässerungsplan vom Bewässerungssystem – gelöscht wurden. Das führt dazu, dass das System den Garten nicht mehr mit Wasser versorgt. Die Pläne muss man dann neu eingeben, wofür eine Neuanmeldung erforderlich ist. Das geht nur, wenn man vor Ort ist. Passiert so etwas während eines Urlaubs, könnte man also zu einem nicht gemähten Rasen und im schlimmsten Fall zu vertrockneten Pflanzen zurückkehren.

Galerie: 10 smarte Mähroboter für Ihren Rasen

Vor- und Nachteile der IoT-Dienste

Die cloudbasierten IoT-Dienste bieten eine Menge Komfort und können gerade in der Urlaubszeit sehr praktisch sein. Man darf aber nicht vergessen, dass man vom Hersteller und dessen digitalen Dienstleistungen abhängig ist. Stürzen die Server ab oder werden sie abgeschaltet, war's das mit dem smarten Garten. Ein Plan B in Form von Freunden oder Nachbarn, die eine Gießkanne in die Hand nehmen können, sollte man daher immer parat haben.

Gardena Smart System Set

Sabine Stanek

von

Mein grüner Daumen ist nicht angeboren, doch zum Glück gibt es smarte Pflanzen-Gadgets! Über die berichte ich auf eGarden – für alle, denen es so geht wie mir.