Ordnung im Garten

Kampf den Blättern: Vier Laubsauger und -bläser im Test

Altes Blattwerk ist nicht gerade des Gärtners Freude. Dank Laubsauger und -bläser ist die Aufräumarbeit aber nur noch halb so aufwendig. eGarden testet vier Laubbläser, die schnell für Ordnung sorgen sollen.

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Mann mit Laubbläser

Ein Kombigerät aus Laubsauger und -bläser spart einiges an Arbeit – wenn man sich für das richtige Modell entscheidet.

Ob schon im Herbst oder erst im Frühjahr – wer Bäume im Garten hat, stellt sich früher oder später unweigerlich die Frage: Wie kriege ich das Laub weg? Wenn Sie es nicht klassisch mit dem Rechen wegharken wollen, können Sie einen Laubsauger einsetzen – wie die von eGarden getesteten Kombigeräte zum Saugen und Blasen. Die taugen sehr gut als Luft-Rechen zum Sammeln von Laub oder für die Kehrwoche im Herbst: Wer damit locker den Bürgersteig von feuchtem, verklebtem Laub befreit hat, lässt den Reisigbesen im Keller stehen – egal, wie spöttisch die Nachbarn gucken. Beim Laubsauger-Einsatz im Garten ist aber Vorsicht geboten: Das Zerkleinern der Blätter fördert zwar die Kompostierung und schafft so Lebensraum für andere Organismen und Tiere; der Sauger häckselt aber alles klein, was ihm ins Rohr kommt – Pflanzenabfälle, aber auch Insekten und Kleintiere wie Mäuse. Naturschützer wie Herbert Lohner raten deshalb: Blasen oder rechen Sie das Laub im Herbst zu Haufen zusammen, und sammeln Sie diese erst nach dem Winter ein, wenn die Blätter schon teilweise verrottet sind – egal, ob per Hand oder Sauger. Im Winter stört das Laub ja nicht weiter.

Galerie: Vier Laubsauger und -bläser im Vergleich

Laubsauger im Test

Alle vier Geräte im Test können Laub einsaugen oder wegpusten. Für die Umstellung ist bei den Geräten von Bosch, Black & Decker und Gardena ein kleiner Umbau erforderlich: Fangsack und Saugrohr abnehmen, an den Anschluss des Fangsacks eine Blas-Düse anbringen und die Häcksel-Turbine abdecken. Atika hat Saug- und Blasrohr fest nebeneinander montiert, das Gerät lässt sich deshalb einfach mit einem Hebel umschalten. Die Gebläsestärken sind variabel: Beim einzigen akkubetriebenen Gerät – dem Black & Decker – reicht es vom Lüftchen bis zum Stürmchen, beim Gardena bis zum Mini-Orkan. Während des Saugens führt der Nutzer alle vier Geräte am besten mit zwei Händen über den Boden. Praktisch: Bosch und Black & Decker bieten verstellbare Handgriffe für unterschiedlich große Menschen. Der preisgünstige Atika hat kleine Plastikrollen, auf denen der Gärtner das Rohr wie einen Staubsauger über den Boden schiebt – die sind aber etwas klapprig. Dank seines 36-Volt-Akkus ist der leichte Black & Decker GWC 3600 L kabellos und besonders handlich. Praktisches Detail am Testsieger von Bosch: Der Fangsack ist unten imprägniert. So bleibt die Hose auch dann trocken, wenn das eingesaugte Laub nass ist.

Wann dürfen Sie saugen?

Wann der Einsatz von motorisierten Geräten erlaubt ist, regelt die „Maschinenlärmschutzverordnung“: Generell dürfen Maschinen im Freien montags bis samstags zwischen 7 und 20 Uhr betrieben werden. Für Laubsauger, -bläser, Freischneiderund Rasentrimmer (Motorsensen) gelten aber schärfere Regeln: Ihr Einsatz ist nur werktags von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr erlaubt.

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