Für den richtigen Schliff

Wie funktioniert ein Sägekettenschärfgerät?

Ein Sägekettenschärfgerät schleift alle gängigen Sägekettentypen in wenigen Minuten und eignet sich ideal für Werkstätten und Heimwerker. eGarden gibt nützliche Tipps und stellt die beliebtesten Scharfmacher vor.

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Mann mit Kettensäge

Wenn die Kettensäge nicht mehr gut vorankommt, kann ein Sägekettenschärfgerät Abhilfe schaffen.

Sie sind den Schleifstein und die Handfeile leid? Sägekettenschärfgeräte nehmen Ihnen mühsame Arbeit ab und sparen Zeit! Günstige Geräte kaufen Sie bereits für 27 Euro, die Mietkosten liegen etwa bei 6 Euro für 4 Stunden. Vor dem ersten Gebrauch sollten Sie einige wichtige Hinweise zur Inbetriebnahme und Handhabung beachten, um ein gutes Schärfergebnis zu erzielen und Schäden vorzubeugen.

Leistungs- und Qualitätsmerkmale

Ein wesentlicher Vorteil der Schärfmaschinen gegenüber der Handfeile ist die schnelle, aber dennoch präzise Arbeitsweise. Natürlich hängt das Ergebnis davon ab, wie das Gerät eingestellt und wie hochwertig seine Verarbeitung ist. Gute Maschinen verfügen über robuste Führungsschienen und lassen sich mit wenigen Handgriffen optimal für jeden Kettentyp einstellen, ohne die Schneidezähne der Kettensäge übermäßig abzunutzen. Aus Plastikbauteilen und -schrauben gefertigte Schärfgeräte, bei denen eine Schutzvorrichtung für Hände, Augen und Ohren fehlt, sollten Sie besser links liegen lassen.
Aber bedenken Sie: Nicht jedes Sägekettenschärfgerät passt auf jede Kettensäge. Da es keine Norm für die Ketten einer Kettensäge gibt, bietet jeder Hersteller seine ganz eigene Version an. Dementsprechend variieren auch die Schärfgeräte. Die meisten Hersteller bieten ein eigenes Gerät zum Schärfen ihrer Ketten an. Verschaffen Sie sich also vor dem Kauf einen Überblick. Sollte der Hersteller Ihrer Kettensäge kein eigenes Schärfgerät anbieten, hilft nur der Griff zu einem Kombinationsgerät. In der unten stehenden Bildergalerie stellen wir Ihnen die fünf beliebtesten Scharfmacher vor.

Galerie: Die 5 beliebtesten Sägekettenschärfgeräte

Vor dem Schärfen

Tragen Sie aus Sicherheitsgründen Handschuhe, eine Schutzbrille und einen Gehörschutz, wenn Sie mit Werkzeugschleifmaschinen arbeiten. Machen Sie vor der Inbetriebnahme zudem einen Klangtest mit der Schleifscheibe: Klopfen Sie einfach mit einem Stift auf die Scheibe. Ein metallischer Klang spricht dafür, dass die Schleifscheibe funktionsfähig ist, ein dumpfer Klang deutet auf mögliche Risse oder Brüche hin.
Als Nächstes gilt es festzustellen, um welchen Kettentyp es sich handelt, damit Sie die einzelnen Schleifwinkelgrößen am Gerät optimal einstellen können. In der Regel liefern die Hersteller eine Tabelle oder Schablone mit, anhand der Sie Ihren Kettentyp bestimmen.

Galerie: Sägeketten schärfen in wenigen Schritten

Scharf bis in den letzten Winkel

Um möglichst gleichmäßig zu schärfen, ohne zu viel Material abzutragen, legen Sie die Kette zwischen die beiden Spannschienen und stellen die richtigen Schärfwinkel ein. Für gewöhnlich verfügen die Maschinen über eine Anzeige, auf der Sie die jeweilige Winkelgröße ablesen. Nun müssen Sie die Schleifscheibe nur noch an die Kette heranführen, bis die Scheibe einen der Schneidezähne leicht berührt. Tipp: Damit Sie später nicht zu viel abschleifen, sollten Sie vor dem Schärfen den Winkel der Schleiftiefe einstellen – am besten so, dass die Scheibe mit der Zahnspitze und dem Zahnboden in Berührung kommt. Schleifen Sie nun alle Schneidezähne, die in die gleiche Richtung zeigen, und drehen das Kettenlager anschließend auf die gegenüberliegende Seite, um die restlichen Zähne zu schärfen. Tipp: Für ein noch besseres Schärfergebnis kontrollieren Sie hinterher die Tiefenbegrenzer und schärfen diese mit einer Handfeile nach. Die Tiefenbegrenzer entscheiden, wie der Name andeutet, über die Eindringtiefe ins Holz. Feilt man sie zu tief ab, könnte das die Sägekette überfordern. Dann steigt die Gefahr eines Geräte-Rückschlags. Am besten nehmen Sie den ersten Handschliff zusammen mit einem Fachmann vor.
Marco Fuchs

von

Jahrgang 1974, geboren in Idar-Oberstein. Hat nach dem Studium der Politikwissenschaften als Redaktionsleiter, Redakteur und Freier Journalist gearbeitet.

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