Ein echtes Männerspielzeug

Benzin-Kettensäge: Welche ist die Richtige?

Für grobe Sägearbeiten, etwa dicke Bäume fällen oder schwere Balken zerteilen, reicht der niedliche Fuchsschwanz nicht mehr aus. Da müssen Sie schon schweres Gerät auffahren, zum Beispiel eine Benzin-Kettensäge.

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Kettensäge im Einsatz

Mit der richtigen Benzin-Kettensäge sorgen Sie in Ihrem Garten für Ordnung.

Nicht nur im gewerblichen Bereich, etwa für Waldarbeiter oder Zimmererleute, ist die Benzin-Kettensäge ein unverzichtbares Hilfsmittel. Auch in Ihrem Garten kann dieses Werkzeug gute Dienste leisten.

Für wen lohnt sich eine Benzin-Kettensäge?

Bei Grundstücken mit vielen Bäumen kann Ihnen eine Benzin-Kettensäge die Arbeit sehr vereinfachen. Zur Baumpflege lassen sich damit überstehende Äste schnell und einfach absägen oder Baumspitzen kappen. Auch wenn Sie regelmäßig Brennholz für Ihren Kamin zurechtsägen, ist die Benzin-Kettensäge ein hilfreiches Arbeitsgerät, denn damit zerkleinern Sie dicke Baumstämme im Handumdrehen. Und auch Hobby-Schreiner wissen eine Benzin-Kettensäge zu schätzen, etwa um Balken zu durchtrennen.

Wie funktioniert eine Benzin-Kettensäge?

Die Benzin-Kettensäge wird in der Regel durch einen Zweitakt-Benzinmotor angetrieben, den Sie meist durch einen Seilzugstarter anlassen, ähnlich wie bei einem Rasenmäher. Der Motor befindet sich in einem Gehäuse, an dem vorne ein längliches Metallblatt, Schiene oder Schwert genannt, sitzt. Um diese Schiene herum läuft die Sägekette, die auf der Außenseite mit den Sägezähnen bestückt ist.

Vor- und Nachteile einer Benzin- im Vergleich zur Elektro-Kettensäge

Vorteile: Kettensägen mit Benzinmotoren lassen sich unabhängig vom Stromnetz betreiben, etwa im Wald. Außerdem haben Benzin-Kettensägen durch die kräftigeren Motoren mehr Leistung. Bei sehr dicken Baumstämmen stoßen Sie mit einer Elektro-Kettensäge schnell an die Grenze.
Nachteile: Benzin-Kettensägen sind durch den Tank schwerer und durch den Benzinmotor wartungsaufwendiger. Eine Benzin-Kettensäge belastet die Umwelt stärker als die Elektro-Variante. Außerdem sind Benzin-Kettensägen durch die Motorengeräusche wesentlich lauter.
Schutzkleidung

Achtung: Bevor Sie die Kettensäge einschalten, sollten Sie Schutzkleidung anziehen. Dazu gehören auch gute Ohrenschützer, die den Lärm dämpfen.

Sicher sägen mit der Benzin-Kettensäge: Die richtige Kleidung und ein paar Regeln

Benzin-Kettensägen sind schnell, stark und scharf. Und das Arbeiten mit diesen Geräten gilt als sehr unfallträchtig. Zwar sind die meisten Kettensägen mit etlichen Sicherheitsfunktionen ausgestattet, etwa einem Handschutz oder einer Gashebelsperre. Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie aber zusätzlich unbedingt geeignete Schutzkleidung tragen. Dazu gehören ein Schutzhelm mit Visier und Gehörschutz, eine Schnittschutzhose und Sicherheitsschuhe mit Schnittschutzeinlage.
Bedenken Sie auch, dass bestimmte Medikamente das Reaktionsvermögen beeinträchtigen können. Lesen Sie sich vor der Benutzung der Säge unbedingt die Bedienungsanleitung des jeweiligen Gerätes durch. Beim Sägen sollten Sie sehr vorsichtig vorgehen und bestimmte Grundregeln immer einhalten:
  • Nie alleine Sägen: Gehen Sie nie alleine mit einer Benzin-Kettensäge arbeiten. Sorgen Sie immer dafür, dass sich für den Notfall mindestens eine weitere Person in Rufweite befindet.
  • Benzin-Kettensäge starten: Stellen Sie die Kettensäge beim Start auf den Boden, oder klemmen Sie das Gerät im Stehen zwischen die Oberschenkel. Das Schwert muss in jedem Fall frei sein und darf nichts berühren.
  • Benzin-Kettensäge halten: Sorgen Sie für einen geschlossenen Griff. Das heißt: Umfassen Sie die Haltegriffe immer so, dass die Daumen die Griffe umschließen. Halten Sie das Gerät immer mit beiden Händen. Für eine bessere Sicherheit sollten Sie die Säge im Einsatz möglichst immer abstützen. Das geht am besten am Baumstamm oder am Oberschenkel.
  • Die richtige Körperhaltung: Stellen Sie sich beim Sägen immer so hin, dass Sie nicht das Gleichgewicht verlieren können. Die Beine sollten dabei leicht gespreizt sein. Vermeiden Sie starkes Bücken beim Sägen. Gehen Sie lieber in die Knie.
  • Richtig sägen: Halten Sie das Gerät beim Sägen ruhig. Noch bevor die Sägekette das Holz berührt, muss die Kettensäge bei Vollgas laufen. Legen Sie die Schnittrichtung vorher fest. Eine spätere Korrektur ist fast unmöglich und führt zum Verhaken des Schwerts. Vermeiden Sie einen Rückschlag. Der entsteht beim sogenannten Anstechen mit der Schwertspitze. Achten Sie dabei darauf, dass Sie nicht mit dem oberen Teil oder der direkten Spitze der Kette in das Holz stechen. Beginnen Sie mit dem Schnitt stattdessen immer mit dem unteren Teil des Schwertes. Das Sägen mit der Schwertunterseite (mit ziehender Kette) ist zudem kraftsparender.
Tipp: Damit beim Umgang mit der Kettensäge nichts schiefgeht, können Sie vorher einen entsprechenden Lehrgang besuchen. Solche Kurse bieten etwa Baumärkte, Technisches Hilfswerk, Feuerwehr oder Forstamt an.

Galerie: Die 10 beliebtesten Kettensägen von günstig bis teuer

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Benzin-Kettensägen gibt's oft im Baumarkt um die Ecke zum vermeintlichen Schnäppchenpreis. Das verleitet zum Schnellkauf. Bevor Sie bei solchen Angeboten zuschlagen, überlegen Sie sich genau, für welchen Zweck Sie das Gerät benötigen. Wenn Sie etwa nur ab und zu Kaminholz zersägen, brauchen Sie vielleicht kein Gerät mit einem langen Schwert. Wenn Sie die Kettensäge oft benutzen wollen, ist der Verschleiß hoch. Da lohnt es sich, beim Kauf auf Qualität zu achten. Denn meist brauchen Sie durch die höherwertige Verarbeitung weniger Ersatzteile. Eine hochwertige Sägekette muss weniger häufig nachgeschliffen werden. Gute Benzin-Kettensägen erhalten Sie bei Amazon schon ab 90 Euro, etwa die Atika Benzin-Kettensäge BKS38.

Benzin-Kettensäge mieten

Wer nur selten eine Kettensäge braucht, für den lohnt sich ein Kauf nicht unbedingt – viele Baumärkte vermieten Benzin-Kettensägen auch tageweise schon ab 20 Euro.
Oder Sie kaufen eine gebrauchte Benzin-Kettensäge. Allerdings sollten Sie sich idealerweise gut mit solchen Geräten auskennen, denn bei gebrauchten Kettensägen gibt es einiges zu beachten:
  • Das Gerät sollte auf dem aktuellen Sicherheitsstand sein. Dazu gehören Sicherheitsstandards wie eine Kettenbremse, die dafür sorgt, dass die Kette nicht mehr nachläuft, wenn Sie den Betätigungsschalter loslassen.
  • Das Gerät sollte noch eine Herstellergarantie besitzen.
  • Die Säge sollte regelmäßige Wartungen durchlaufen haben.
  • Die Kettenspannung sollte optimal sein, und das Werkzeug zum Spannen der Kette muss zum Lieferumfang gehören.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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