Mechanik statt Muskelkraft

Holzspalter als komfortable Alternative zur Axt

Brennholzverarbeitung leicht gemacht: Baumstämme bei Wind und Wetter mit der Axt zu zerteilen, hat zwar Tradition, ist aber nicht jedermanns Sache. Ein Holzspalter erspart eine Menge Arbeit. Worauf es ankommt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

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Holzspalter

Mit einem Holzspalter zerteilen Sie sogar ganze Bäume in kurzer Zeit.

Für einen gemütlichen Abend vor dem Kamin oder ein vernünftiges Lagerfeuer im Garten benötigen Sie Brennholz. Bei kleineren Mengen ist das Zerteilen von Baumstämmen mit der Axt in der Regel ausreichend. Wer hingegen sein komplettes Haus mit einer Holzheizung oder über einen Ofen mit Wärme versorgt, für den lohnt sich ein praktischer Holzspalter, der viel Zeit und Arbeit erspart und zudem mehr Sicherheit bietet.

Vorteile von Holzspaltern

Etwa 14 Millionen Kubikmeter Brennholz verheizen die Deutschen pro Jahr – eine Menge, die mit reiner Muskelkraft allein kaum zu bewältigen wäre. Zwar können Sie auch ofenfertiges Kaminholz im Baumarkt kaufen, günstiger wird es jedoch, wenn Sie Ihr Scheitholz selber herstellen. Wenn Sie motorisiert vorgehen möchten, müssen Sie nicht gleich zur (nicht ungefährlichen) Kettensäge greifen. Elektrische Holzspalter mit Motor und integriertem Spaltkeil erledigen die Arbeit schneller, viel geräuschärmer und vor allem mit deutlicher weniger Kraftaufwand. Sie müssen die Holzstücke je nach Modell lediglich in die Maschine legen oder stellen und das Gerät einschalten, den Rest übernimmt die eingebaute Hydraulik. Eine Auswahl beliebter Geräte finden Sie in der folgenden Bildergalerie.

Galerie: 5 beliebte Holzspalter für ein müheloses Arbeiten

Welches Modell eignet sich für wen?

Zunächst einmal kommt es auf den bereits angesprochenen Bedarf an und wie groß die zu spaltenden Scheite sein sollen. Bis zu 30 Zentimeter große Stücke stellen in der Regel auch für günstigere Modelle kein Problem dar. Bei größeren Scheiten schwächelt jedoch oft der Motor und die Arbeitszeit zieht sich entsprechend in die Länge.
In jedem Fall sollte das Gerät dazu im Stande sein, sowohl trockenes als auch nasses Holz zu zerteilen. Für einfache Arbeiten und gelegentlichen Gebrauch sind fünf Tonnen Spaltkraft völlig ausreichend. Da diese Geräte für gewöhnlich über kleinere Ausmaße verfügen, lassen sie sich zudem platzsparend verstauen. Bei regelmäßigem Gebrauch und professionellen Arbeiten mit wechselnden Einsatzorten ist ein mobiler Holzspalter mit Verbrennungsmotor und neun bis zwölf Tonnen Mindestspaltkraft die bessere Wahl. Ob Sie sich für einen Senkrecht- oder Vertikalspalter entscheiden, ist im Hinblick auf die Leistung egal, da alle Geräte nach demselben Prinzip arbeiten. Steht Ihnen jedoch wenig Platz zur Verfügung, könnte sich ein stehendes Modell eher rentieren.

Wichtige Sicherheitshinweise

Auch wenn das Arbeiten mit einem Holzspalter deutlich sicherer ist als mit einer Axt, sollten Sie dennoch Schutzkleidung tragen. Schließlich kann es immer einmal passieren, dass plötzlich Holzsplitter unkontrolliert umherfliegen, etwa wenn Sie sehr trockenes Holz verarbeiten. Zur Schutzkleidung zählen neben Arbeitshandschuhen auch eine Schutzbrille sowie ein Helm. Ebenso wichtig ist der passende Ort. Spalten Sie Ihre Scheite ausschließlich auf ebenen Untergründen und haben Sie das Werkstück während des Arbeitsprozesse ständig im Blick. Sobald es sich nicht spalten lässt, schalten Sie das Gerät sofort aus und ziehen den Stecker, bevor Sie das Holz von Hand entnehmen. Wer nicht einschreitet, läuft Gefahr, dass sich beispielsweise die Auflagefläche verbiegt und das Gerät anschließend keine zuverlässigen Ergebnisse mehr liefert.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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