Drei Alternativen

Terrasse reinigen: So lösen Sie hartnäckigen Schmutz

Unansehnliche Algenränder und grüne Moosflecken auf Holz- und Steinbelägen – wenn der Frühling erwacht, zeigt sich auch auf der Terrasse, welche Spuren die dunkle Jahreszeit hinterlassen hat. Mit diesen Tipps besiegen Sie den Schmutz.

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Terrasse reinigen

Mindestens einmal jährlich ist Terrasse reinigen Pflicht! Neben Hochdruckreinigern gibt es aber auch noch andere Mittel und Wege, die zum Erfolg führen.

Eine gepflegte Terrasse oder ein gemütlicher Balkon bietet Raum für Erholung und ist zugleich eine Erweiterung des Wohnraums nach draußen. Damit Sie das richtig genießen können, sollten Sie die Außenfläche regelmäßig reinigen. Je länger Sie damit warten, desto mühsamer ist später die Reinigung. Ob Holz- oder Natursteinboden: Mindestens einmal pro Jahr müssen Sie Ihre Terrasse von Grund auf reinigen, idealerweise im Herbst, noch vor dem ersten Schneefall. Dann halten Sie den Frühjahrsputz umso kleiner. eGarden stellt drei Varianten vor.
Terrasse schrubben

In einigen Fällen kann sich das Schrubben per Hand als nützliche und kostengünstige Alternative erweisen.

Die Chemie stimmt nicht immer

Sogenannte Grünbelagentferner sind hochkonzentrierte Desinfektionsmittel, die Grundflächen laut Hersteller über Nacht von alleine wieder blitzeblank zaubern. Achtung: Viele Reiniger enthalten umweltbelastende Substanzen wie Tenside und Pestizide und sind laut Umweltbundesamt gefährlich für Pflanzen und Wasserorganismen wie Fische. Selbst Entferner mit einem Öko-Siegel seien nicht ganz unbedenklich und sollten auf keinen Fall ins Grundwasser gelangen.
Dank eines Gießkannenaufsatzes lassen sich die meisten chemischen Reiniger gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Tipp: Tragen Sie zur Sicherheit beim Einsatz von Chemie Gummihandschuhe! Ist die gesamte Fläche bedeckt, müssen die Chemikalien mindestens 24 Stunden einwirken. Hartnäckige Beläge lösen sich ab, und so schnell wächst hier auch kein Unkraut mehr nach. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, muss die zu behandelnde Fläche trocken sein.
Bei starkem Moosbefall und hartnäckigem Schmutz kann die Chemiekeule jedoch schnell an ihre Grenzen stoßen. Hier müssen Sie im Zweifelsfall mit einer Bürste nacharbeiten. Wichtig: Wischen Sie nach dem Reinigen sorgfältig nach, um die Chemikalien wieder zu entfernen.

Mit Hochdruck zum Erfolg

Stark verschmutzten Böden wirken Sie am effektivsten mit einem Hochdruckreiniger entgegen. Mit viel Power und einem Flächenreiniger mit zwei rotierenden Düsen beseitigen moderne Maschinen selbst groben Dreck schnell und bequem. Allerdings sind die entsprechend ausgerüsteten Geräte nicht gerade günstig, wie etwa die Geräte der Kärcher Full Control Serie. Der Kärcher K4 Full Control ist das günstigste Modell und liegt preislich bei rund 250 Euro. Die Kosten für eine Tagesmiete liegen bei rund 25 Euro.
Bei der Anwendung ist es wichtig, stets die Reinigungsempfehlungen des Herstellers zu beachten. Gerade bei gepflasterten Steinoberflächen spritzen die Geräte aufgrund des hohen Drucks schnell Erde aus den Fugen, wodurch sich die einzelnen Steine unter Umständen verschieben könnten. Bei starkem Erdaustritt nach der Reinigung müssen Sie Erde auffüllen. Ebenso kann es bei falscher Anwendung auf Waschbeton-, Holz- oder Steinböden passieren, dass die Oberfläche aufreißt und porös wird, was auf Dauer hartnäckigere Verschmutzungen nach sich zieht.

Galerie: Die beliebtesten Elektro-Hochdruckreiniger

Schrubben lohnt sich

Die wohl anstrengendste Variante ist die Reinigung mit einfachen Haushaltsreinigern. Anders als bei den chemischen oder den Hochdruckreinigern müssen Sie hier selbst schrubben – dafür ist es preiswert und umweltfreundlich. Die besten Ergebnisse erzielt grüne Seife, auch Schmierseife genannt, in Kombination mit einer Bürste. Essigreiniger und Soda eignen sich weniger, da sie den pH-Wert stark verändern und die Oberfläche angreifen, vor allem Holzböden. Sofern sich der Dreck nicht über mehrere Jahre im Boden festgesetzt hat, erfüllen einfache Hausmittel ihren Zweck.

Hochdruckreiniger

Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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