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Kärcher OC 3: Der mobile Outdoor-Cleaner im Test

Kompakt und leicht – der akkubetriebene Kärcher OC 3 ist perfekt für unterwegs. Das behauptet zumindest der Hersteller. Ob er hält was er verspricht, zeigt der Praxis-Test.

Datum:
Kärcher OC 3

Der Kärcher OC 3 und die Bike-Box schrubben das Rad abseits aller Anschlüsse wieder sauber.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 hält, was er verspricht. Er ist kompakt, leicht zu transportieren und reinigt mit Niederdruck schonend. Die Reinigungsleistung ist weniger entscheidend als die Möglichkeit abseites von Strom- und Wasseranschluss jederzeit mobil etwas abzuspülen. Einen Hochdruckreiniger ersetzt der OC 3 jedenfalls nicht, er eignet sich nur für andere, sanftere Anforderungen. Das Zubehör ist praktisch, die geschnürten Zubehörboxen dürften aber etwas günstiger sein. Es lohnt sich im Einzelfall zu schauen, was es einzeln gibt.

Pro

  • Kompakt
  • Einfache Handhabung
  • Umfangreiches Zubehör
  • Leicht zu transportieren

Kontra

  • Tank etwas klein
  • Kein auswechselbarer Akku

Kärcher OC3

Kärcher ist bekannt und beliebt für seine knallgelben Hochdruckreiniger. Dabei steht Kärcher für Hochdruckreiniger fast so wie Tempo für Taschentücher. Doch der Druck eines Hochdruckreinigers eignet sich längst nicht für die Reinigung aller Gegenstände, denn empfindliche Flächen oder Stoffe können Schaden nehmen oder der Wasserstrahl putzt Dinge weg, die eigentlich da bleiben sollten, etwa Schmiermittel beim Fahrrad, oder Farbe am Zaun. Ein niedrigerer Wasserdruck eignet sich daher besser, wenn man beispielsweise ein Fahrrad oder ein Zelt von Schmutz befreit. Der Niederdruckreiniger Kärcher OC 3 soll sich genau um diese Verschmutzungen kümmern und das sogar unterwegs, ohne Wasser- oder Stromanschluss. Das bedeutet gleichzeitig: Der OC 3 ist kein tragbarer Hochdruckreiniger! Das will und kann er nicht sein. Wer also meint, er könne mit dem OC 3 die Gehwegplatten von Schmutz befreien oder die Terasse reinigen, ist hier falsch. Da brauchen Sie schon einen echten Hochdruckreiniger.

Der Kärcher OC 3 im Test

Der Kärcher OC 3 misst 277 x 234 x 201 Millimeter, hat einen abnehmbaren Wassertank mit einem Fassungsvermögen von vier Litern, einen integrierten Wasserfilter, einen Spiralschlauch und eine Spritzpistole. Ein Lithium-Ionen-Akku ist, ebenso wieder der Spiralschlauch, fest verbaut. Zusätzlich befindet sich im Lieferumfang des Basisgeräts (ohne Zubehörbox) eine Flachstrahldüse und das Akkuladekabel. Jetzt noch den Wassertank mit Wasser befüllen, den Akku aufladen und schon kann es losgehen. Der kleine Kasten ist einfach zu transportieren und das auch wenn der Tank voll ist. Die Handhabung ist simpel: Knopf an der Vorderseite drücken, um das Gerät einzuschalten, und dann die Sprühpistole betätigen. Schon tritt das Wasser je nach Aufsatz in Form von einfachen Geplätschers oder eines Flachstrahls aus. Innerhalb weniger Minuten ist das leicht verschmutzte Fahrrad abgespült. Der Kärcher OC 3 erfüllt seinen Zweck: Er ist leicht, klein, effizient und eignet sich für unterwegs.
Kärcher OC 3 innen

Um an die Spritzpistole zu kommen, muss man erst einmal den 4-Liter-Wassertank abnehmen.

Kärcher OC 3: Der Wassertank

Der Wassertank des Kärcher OC 3 fasst ungefähr vier Liter (im Test haben wir sogar um die 4,5 Liter hinein bekommen). Für ein Fahrrad ist das genug, vielleicht sogar für zwei leicht beschmutzte Drahtesel. Auch für die Reinigung von Wanderschuhen, Gummistiefeln und die Pfoten Ihres vierbeinigen Freundes reicht das. Kümmern Sie sich um die Beseitigung von starken Verschmutzungen, ist Ihr Fahrrad nach der letzten Radtour beispielsweise voll mit Matsch, können vier Liter Wasser allerdings schon etwas knapp werden. Nutzen Sie das Reinigungsmittel und die Universalbürste, die in einer der Zubehörboxen enthalten sind, um das Rad sauberzuschrubben, benötigen Sie mehr schnell mehr als vier Liter Wasser. Auch wenn das Volumen des Tanks zum kompakten Gerät passt, gibt es den Wunsch von einigen Nutzern nach mehr Fassungsvermögen. Ein Ansaugschlauch, der separat erhältlich ist, könnte hier für etwas Abhilfe sorgen. Damit kann man Wasser aus einem größeren Behälter ansaugen.
Kärcher OC 3 Flachstrahldüse

Dank Flachstrahldüse spritzt der Kärcher OC 3 den Dreck weg.

Kärcher OC 3: Akkulaufzeit und -betrieb

Bevor der Kärcher OC 3 betriebsbereit ist, braucht der Lithium-Ionen-Akku „Saft”. Das vollständige Aufladen dauert circa drei Stunden. Während der Ladezeit blinkt die LED vorne am Gerät und signalisiert den Ladevorgang. Leuchtet die LED durchgehend, heißt das, dass der Akku voll aufgeladen ist und es losgehen kann. Die Akkulaufzeit beträgt mindestens 15 Minuten. Das klingt erst einmal nach wenig, reicht aber für mindestens zwei Tankfüllungen. Das sollte also für die Art der Reinigung, für die das kleine Gerät vorgesehen ist, mehr als genug sein. Der Akku ist leider fest im Gerät verbaut. Einen Ersatzakku und die Möglichkeit ihn auszuwechseln gibt es somit nicht.
Kärcher OC 3 Akku laden

Leuchtet das Lämpchen vorne, lädt sich der Akku auf.

Kärcher OC 3: Zubehör

Zusätzlich zu dem Basisgerät gibt es eine Menge Zubehör, eingeteilt in drei Zubehörboxen: Bike-Box, Adventure-Box und die Pet-Box. Die Bike-Box besteht aus einer Universalbürste, einem Reinigungsmittel für Fahrräder und einem Mikrofasertuch. In der Adventure-Box befindet sich ein Ansaugschlauch und ebenfalls die Universalbürste und in der Pet-Box eine Kegelstrahldüse, eine Fellreinigungsbürste und ein Mikrofaserhandtuch. Bei der Universalbürste und der Kegelstrahldüse handelt es sich um Aufsätze für die Sprühpistole. Mit der Universalbürste entfernen Sie hartnäckigeren Schmutz und mit der Kegelstrahldüse verpassen Sie ihrem Vierbeiner eine sanfte Dusche. Die Aufsätze lassen sich werkzeuglos austauschen. Die Auswahl an Zubehör ist insgesamt gut und ermöglicht einem weitere Verwendungsmöglichkeiten, wenn man diese denn braucht. Braucht man nur bestimmte Aufsätze oder Düsen, bietet Kärcher einem die Option, alles an Zubehör, außer der Fellreinigungsbürste, separat online zu erwerben. Diese Option ist meistens sogar günstiger.
Kärcher OC 3 Zubehör

Zubehör zum Kärcher OC 3: Inhalt der Bike-Box, der Adventure-Box und der Pet-Box (von links nach rechts).

IFA 2017 Kärcher OC 3 Hochdruckreiniger Video abspielen

Kärcher stellt auf der IFA 2017 ihren kleinen, mobilen Niederdruckreiniger vor, den OC3. Er ist leicht und kompakt, eignet sich für die Benutzung unterwegs, beim Camping oder bei Outdoor-Aktivitäten und reinigt in kurzer Zeit schmutzige Fahrräder, Gummistiefel und Hundepfötchen.

Preis-Leistung: Lohnt sich der Kärcher OC 3?

Der Kärcher OC 3 kostet ohne Extra-Zubehör 159,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers). Das Gerät erledigt seine Aufgabe effizient und schonend. Besonders wer viel unterwegs ist und auf Reisen mit Matsch und Dreck zu kämpfen hat, freut sich über die Möglichkeit der mobilen Dusche. Kauft man das Gerät mit einer der Zusatzboxen, kommt man auf einen Preis von 179,99 Euro (UVP). Jede zusätzliche Box kostet 39,99 Euro (UVP). Hier sollte man sich genau überlegen, ob man wirklich alles an Zubehör in der Box braucht, denn in den meisten Fällen, ist es günstiger, die zusätzlichen Aufsätze, Schläuche und Düsen separat zu kaufen. Die Bike-Box beispielsweise kostet 39,99 Euro. Kauft man das darin enthaltene Zubehör, also das Mikrofasertuch (6,99 Euro), die Universalbürste (19,99 Euro) und den Zweiradreiniger (7,99 Euro), einzeln, kommt man nur auf 34,97 Euro. Dann fehlt allerdings die dunkelgraue Zubehörbox.

Kärcher OC3

Sabine Stanek

von

Mein grüner Daumen ist nicht angeboren, doch zum Glück gibt es smarte Pflanzen-Gadgets! Über die berichte ich auf eGarden – für alle, denen es so geht wie mir.