Auto, Haus und Hof: Weg mit dem Dreck!

Hochdruckreiniger im Test

eGarden hat dem Dreck mit acht Hochdruckreinigern den Kampf angesagt und verrät, wie gut Kärcher & Co. sich im Test angestellt haben.

Datum:
Acht Hochdruckreingier im Test

eGarden testet Hochdruckreiniger in der schmutzigen Wirklichkeit.

Wenn im Frühling alles grünt und blüht, stört hässliches Graubraun auf der Terrasse und Gartenmöbeln umso mehr. Wer nicht mit der Zahnbürste Moos aus Fugen bröckeln will, greift zum Hochdruckreiniger – und denkt erst mal an Kärcher. Aber was taugen die Geräte von Bosch, Stihl, Kränzle und Nilfisk? eGarden hat drei Hochdruckreiniger bis 200 und fünf Modelle bis 350 Euro auf Stein, Dach, Holz und Auto getestet.

Wie funktioniert ein Hochdruckreiniger?

Im Prinzip ganz einfach: Eine elektrisch betriebene Pumpe saugt Wasser an, eine Düse spritzt es mit hohem Druck auf den Dreck. Deshalb brauchen die Geräte sowohl einen Strom- als auch einen Wasseranschluss. Dabei ist der Druck und die Reinigungsleistung sehr viel höher als aus einer normalen Gartenschlauchdüse, trotzdem ist der Wasserverbrauch geringer.
Um die Reinigungswirkung zu erhöhen, versprühen alle Testkandidaten bis auf den Kränzle mit dem Wasser auch Reinigungsmittel. Dafür gibt´s mehrere Optionen:
  • Selbstmischend: Der Kärcher K5 hat einen Anschluss für eine Flasche mit Reinigungsmittel.
  • Tank an der Düse: Einige Modelle haben einen Tank für eine selbst gemischte Reinigungsmixtur.
  • Nur Schlauch: Die günstigeren Reiniger von Kärcher und Bosch haben keinen Tank, stattdessen muss der Nutzer einen Schlauch in einen Eimer mit Reinigungsmittel legen.
In der Fotostrecke finden Sie zu jedem Testkandidaten das Fazit und den Link auf den Einzeltest.

Galerie: Hochdruckreiniger im Test

Die Wahl der Düse

Die Hochdruckreiniger im Testfeld sind mit unterschiedlichen Düsen ausgestattet. Im Test zeigt sich: Rotations- und Fächerdüsen sollten mindestens dabei sein, da vor allem Rotationsdüsen mit starker Verschmutzung am besten klarkommen. Fächerdrüsen eignen sich für leichtere Verschmutzung, reinigen dafür aber größere Flächen.
Zusätzlich gibt´s bei fünf Testkandidaten noch Boden-/Flächenreiniger, die wie Metallsuchgeräte aussehen und sich dank ihrer größeren Fläche gut für die Terrassenreinigung eignen. Sie sind schneller als die typische Lanze und spritzen dank der Abdeckung auch viel weniger in der Gegend rum. Wer den Flächenreiniger ordentlich einsetzt, muss anschließen also nicht unbedingt alle Fenster in der Umgebung putzen. Im Gegensatz zur Rotationsdüse arbeiten der Flächenreiniger aber nur oberflächlich und kommt mit tiefporigem Natur- und Betonstein nur mäßig zurecht. Beim Nilfisk ist zudem der Kraftaufwand dabei recht hoch, weil er zum Abheben neigt. Allerdings lässt sich mit seiner digital einstellbaren Spritzpistole der Druck exakt und einfach direkt am Griff regeln. Das macht die Handhabung besonders komfortabel.

Per Pistole an die Dachrinne

Als einziger Kandidat hat der Bosch AQT 35-12+ eine Multidüse, die per Drehung den Wechsel zwischen Sprüh-, Fächer- und Rotationsmodus erlaubt. Das ist zwar praktisch, doch im Test lieferte der 125 Euro teure Bosch dennoch das schlechteste Reinigungsergebnis.
Sein großer Bruder hat zusätzlich einen 90-Grad-Aufsatz, mit dem sich zum Beispiel Dachrinnen reinigen lassen. Doch dabei ist Vorsicht geboten: Wer die Pistole betätigt, dem schlägt die Lanze schnell ins Gesicht. Und das tut ziemlich weh.

Galerie: Wie reinige ich Pflastersteine, Dachschindeln, Holz und Auto?

Eine Frage des Gewichts

Die Testkandidaten wiegen zwischen 5,24 Kilo (Kärcher K2) und satten 19,46 Kilogramm (Kränzle K 1050 P). Ein leichteres Modell ist nicht immer die beste Wahl, denn schwerere Exemplare sind meist standfester. Nicht so der Bosch AQT 45-14X: Wegen seines oben angebrachten Hochdruckschlauchs hat er einen hohen Schwerpunkt und kippte deshalb leicht um. Obendrein fehlt dem Schlauch eine Führung, weshalb er sich beim Aufwickeln gern mal verhakt.

Nilfisk verspielt den Sieg

Der Nilfisk D-PG140 fiel nach der Norm EN60335-1 durch die Stromprüfung: Nach einer Sekunde Trennung vom Strom dürfen solche Elektrogeräte maximal 34 Volt Spannung haben – der Nilfisk hatte noch 288 Volt! So verpasste er den Testern wiederholt Schläge – das führt zu einer Abwertung des Gesamtergebnisses.

Fazit: Kärcher gewinnt den Test

Kärcher holte in beiden Preisklassen den Testsieg. Vor allem der teure K5 Premium Full Control glänzt mit guter Reinigungsleistung, einfacher Bedienung und zeigt: An große und stark verschmutzte Flächen muss schon ein Gerät der 300-Euro-Klasse ran – hier gibt's für mehr Geld einfach mehr Druck. Wer nur gelegentlich den gröbsten Schmutz entfernen möchte, greift für den jährlichen Frühjahrsputz zu einem günstigeren Modell wie dem Kärcher K2 Premium Home.

Hochdruckreiniger

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.