Alles zur richtigen Zeit

Winterschnitt: So fördern Sie ein gesundes Pflanzenwachstum

Zeit für den Winterschnitt – aber wann und wie sollten Gartenbesitzer Bäume, Sträucher und Ziergehölze am besten schneiden? Bei eGarden erfahren Sie alles, was Sie über den Rückschnitt Ihrer Gewächse im Winter wissen müssen.

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Frau mit Astschere

Egal, ob Sommer- oder Winterschnitt – verwenden Sie bei Gehölzen nach Möglichkeit keine elektrischen Heckenscheren und arbeiten sich immer von unten nach oben vor.

Neben Rasen, Beet- und Kübelpflanzen brauchen auch Gehölze und Staudengewächse regelmäßig Pflege, um gesund zu bleiben. Die meisten Gemeinden schreiben Gartenbesitzern sogar vor, öffentliche, an das Grundstück grenzende Wege von herunterhängendem Geäst bis zu einer Höhe von vier Metern freizuhalten. Bei allen nicht formierten Bäumen, Hecken und Sträuchern, Jungpflanzen und Obstgehölzen wie Apfel- oder Kirschbäumen gilt der sogenannte Winterschnitt als Standard. Dieser eignet sich jedoch nicht für alle Gewächse.
Äste schneiden

Nehmen Sie den Rückschnitt immer an einem trockenen Tag bei Temperaturen über -5 Grad Celsius vor und entfernen zunächst abgestorbene Äste und Zweige.

Rückschnitt im Winter oder im Sommer?

Bevor Sie Ihre Pflanzen zurückschneiden, sollten Sie bedenken, dass sich jeder Schnitt auf das weitere Wachstum auswirkt. Je früher und stärker Sie Bäume, Gräser, Stauden und Sträucher stutzen, desto üppiger ist der Nachwuchs. Bei Obstbäumen werden die Früchte zudem größer, der Ertrag fällt allerdings deutlich geringer aus.
Der optimale Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist selbst bei Experten umstritten. Im Grunde hängt es immer von der jeweiligen Pflanzenart ab, ob Sie lieber einen Sommer- oder einen Winterschnitt durchführen sollten. Immergrüne Hecken aus Buchsbaum oder Kirschlorbeer und Staudengewächse wie Fetthenne, Lampionblume, Purpursonnenhut und Edelstiel setzen das ganze Jahr über farbliche Akzente im Garten und können daher auch im Winter stehen bleiben. Laub- und Obstgehölze sowie alle sommer- und herbstblühenden Sträucher sollten Sie auf jeden Fall immer im Winter in Form bringen, da Sie dann den besten Blick auf die blattlosen Äste und Zweige haben und die Pflanzen so bestens auf die nächste Blütezeit vorbereiten.
Das Kürzen im Winter fördert zudem einen stärkeren Austrieb und eignet sich in erster Linie für jüngere Gewächse, die sich noch im Aufbau befinden, sowie für schwach wachsendes Gehölz. Pflanzen, die besonders schnell nachwachsen, sollten Sie daher besser im Sommer schneiden. So können Sie das Wachstum um bis zu 40 Prozent verringern.

Nützliche Tipps für den Winterschnitt

Entscheiden Sie sich für einen winterlichen Rückschnitt, kürzen Sie Äste und Zweige erst dann, wenn die härtesten Frostzeiten vorüber sind und das Thermometer keine Minusgrade mehr anzeigt. Der beste Zeitpunkt für einen winterlichen Verjüngungsschnitt ist zwischen November und Januar. Am besten wählen Sie hierfür einen trockenen Tag bei Temperaturen über -5 Grad Celsius. So stellen Sie sicher, dass die Wunden besser verheilen und halten das Risiko einer Pilzerkrankung durch Regenwasser gering.
Beginnen Sie zunächst damit, bereits abgestorbenes Geäst zu entfernen, um sich einen besseren Überblick über den Zustand Ihres Gewächses zu verschaffen. Hilfreiche Werkzeuge sind herkömmliche Garten- und Astscheren sowie kleinere Handsägen. Auf keinen Fall sollten Sie eine elektrische Heckenschere verwenden! Bei Heckensträuchern sollten Sie Äste und Triebe immer von innen, also von der Gartenseite aus, zurückschneiden. Dabei sollten Sie nicht zwangsläufig bloß die oberen Zweige abknipsen, da sich das Geäst am unteren Teil der Pflanze ansonsten zu sehr verdichtet und so verhindert, dass Luft und Licht an das Gewächs gelangen. Die Folge: Auf lange Sicht sterben immer mehr Äste ab und die Pflanze geht ein.

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