Drei Techniken im Praxis-Check

Gartenhäcksler im Vergleich: Welches System nervt am wenigsten?

Wohin mit Baumschnitt und anderen Gartenabfällen? Sie können sie abholen lassen – oder selbst mit dem Gartenhäcksler zerkleinen. eGarden hat drei ganz unterschiedliche Modelle getestet.

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Bosch AXT 25 TC

Macht alles kurz und klein: Der Gartenhäcksler AXT 25 TC von Bosch.

Sie möchten Ihren Garten wieder auf Vordermann bringen? Damit dieses Unterfangen nicht im Chaos endet, empfiehlt es sich, im Vorfeld ein paar Überlegungen anzustellen – zum Beispiel sollte geklärt sein, wo Sie Baumschnitt oder andere Gartenabfälle, die beim Großputz im Garten anfallen, entsorgen können. Viele Gemeinden holen Baumschnitt gratis ab – aus gutem Grund: Der bei der Gartenarbeit anfallende Abfall ist ein wertvoller Rohstoff für frischen Humus. Wer die fruchtbare Erde braucht, kann den organischen Müll aber auch selbst zerkleinern und verrotten lassen. Mit einem Gartenhäcksler geht das erstaunlich leicht, wenn auch die Arbeit eine nervige Geräuschbelästigung darstellen kann. Zum Glück gibt es Geräte-Alternativen.

Drei Gartenhäcksler im Vergleich

eGarden hat drei typische Modelle ausprobiert, die das Grüngut völlig unterschiedlich zerkleinern: per Messer, Walze oder mit einer Kombi aus beidem. Die lauten Messerhäcksler eignen sich eher für Büsche, Zweige und Kleinkram als für dicke Äste. Es gibt sie schon für weniger als 100 Euro. Billig-Modelle sind mit Vorsicht zu genießen – manchen fehlt die Drehkraft, sodass sie häufig blockieren. Teure Geräte schlucken anstandsloser den Strauchschnitt, machen aber trotzdem Krach.
Die verbreiteten Walzenhäcksler verarbeiten auch gröberen Baumschnitt. Sie sind meist recht robust, zuverlässig und machen wenig Lärm. Deshalb heißen sie auch Leisehäcksler – das Häckselergebnis ist aber nicht besonders fein.
Turbinenhäcksler kombinieren beide Verfahren. Im Praxis-Check kam das Turbinen-Modell AXT 25 TC von Bosch mit allen Arbeiten von Gartenabfällen gleichermaßen klar – und nervte die Gartentester dank geringer Lautstärke und variablem Einsatzgebiet am wenigsten.

Galerie: Gartenhäcksler im Test

Schutz vor Unkraut und trockenen Böden

Einen Häcksler können sich übrigens mehrere Nachbarn gut teilen – es fällt ja nicht jede Woche Baumschnitt an. Und die Verarbeitung hat keine Eile: Das Schnittgut darf vor der Häckselei gern einige Wochen trocknen. Der beim Zerkleinern entstehende Mulch kann auf dem Komposthaufen zu Humus verrotten. Oder Sie breiten ihn als Belag auf den Beeten aus. Grober, zerdrückter Baumschnitt bietet guten Schutz gegen Unkraut und Austrocknen des Bodens. Mit der Zeit verrotten auch diese Stücke zu Erde.
Häckselgut

Häckselgut lässt sich gut weiterverwenden.

Das sagt der Experte

Herbert Lohner, Referent beim Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. gibt Tipps rund ums Thema Häckselgut.
Sollte man Gartenabfälle selbst häckseln oder eher wegbringen?
Geld und Zeit für den Transport zu Sammelstellen können Sie sich getrost sparen. Denn Gartenabfälle sind eine wichtige Ressource. Es ist gut, wenn sie im natürlichen Umkreis des Gartens bleiben.
Wohin am besten mit dem Häckselgut?
Es kommt auf denn Kompost oder als Mulchmaterial direkt auf die Beete. Dabei sollten Sie beachten, dass mit dem Häckselgut keine Unkrautsamen verteilt werden, sonst fördert das Mulchen dem Unkrautwachs ja eher, statt ihn wie gewünscht zu bekämpfen.

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