Vom Wald in die Küche – Wunderkraut auf geheimer Mission

Brennesselsamen sammeln & Genuss erleben

Die Brennessel lädt zu einem Spaziergang mit nachhaltigen Effekten ein. Denn wenn Sie Brennesselsamen sammeln und in ihr Küchen-Repertoire aufnehmen, machen Sie Ihren Geschmacksnerven genau wie Ihrer Gesundheit ein echtes Geschenk.

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Brennesselsamen_sammeln

Heilkraut voller Geschmack & Gesundheit: Brennnesseln können mehr als nur Juckreiz.

Viele Wanderer sehen die Brennnessel als unliebsame Erscheinung. Berührungen mit nackter Haut führen zu Rötungen, Quaddeln und Juckreiz – der Name Brennessel kommt nicht von ungefähr. Dass der Verteidigungsmechanismus der Pflanze nicht gerade ihre Beliebtheit fördert, liegt auf der Hand. Folglich wird die Brennessel nur selten im privaten Kräutergarten gezüchtet. Doch kräuterkundige Menschen wissen es besser: Die Brennessel ist ein gesundes Nahrungsmittel, das bei richtiger Zubereitung auch noch fantastisch schmeckt.

Brennesselsamen sind Magie hinter den Kulissen

Aus medizinischer Sicht sind Brennesselsamen vor allem für Männer sehr interessant, da sie das Haarwachstum anregen und aphrodisierend wirken sollen. Frauen profitieren von einer Erhöhung des Östrogenspiegels. Außerdem lindern sie Beschwerden bei Arthrose, Blasenproblemen, Entzündungen und Darmerkrankungen. Auch die Wirkung als Vitalitätstonikum gilt mittlerweile als gesichert, da die Vitamine A, B, C und E sowie eine Menge Eiweiß enthalten sind. Genügend Gründe also, um einen Ausflug in die Natur zu unternehmen und das köstliche Heilkraut eigenhändig zu sammeln.

Eine Wanderung ins Grüne – aber bitte immer mit Handschuhen

Um Brennesselsamen zu sammeln, müssen Sie sich in das Gebiet der Pflanze begeben. Brenesselfelder blühen überall in Deutschland von Juni bis Dezember. Interessant sind für Sie lediglich die weiblichen Pflanzen, da diese den Samen bilden. Sie erkennen weibliche Brennessel an den kleinen Puscheln. Diese streifen Sie einfach von oben nach unten ab und sammeln sie in einem Beutel. Schützende Gartenhandschuhe sind dabei natürlich Pflicht. Zuhause trennen Sie dann die Blätter von den samenbesetzten Stengeln.
Tipp: Lassen Sie die Pflanzen einen Tag trocknen. Dadurch verlieren sie ihren Abwehrmechanismus und Sie können sie mit bloßen Händen anfassen, was sowohl beim Sortieren als auch beim Verwerten sehr praktisch ist.

Brennesselsamen eingesammelt – und was dann?

Trockene Brennesselsamen sind im Rohzustand nicht gerade eine Köstlichkeit. Sie schmecken zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht gut. Kenner berichten von einem langweiligen Speiseerlebnis, das nicht zur Wiederholung einlädt. Doch eine einfache Zubereitungsmethode schafft Abhilfe:
  1. Geben Sie die Pflanze bei mittlerer Hitze in den Backofen, und zwar so lange, bis sich die Samen mit den Fingern von der Pflanze lösen lassen. 15 bis 20 Minuten reichen in der Regel.
  2. Achten Sie während der Backphase auf die Farbe der Samen: Ein dunkles Grün ist erwünscht und bedeutet ein optimales Geschmackserlebnis. Bei zu langer Backzeit werden die Samen bräunlich und bekommen eine leicht verbrannte Note.
  3. Das Timing ist sehr wichtig, da Brennessel schnell verbrennen. Sie sollten deswegen alle paar Minuten zur Kontrolle in den Ofen schauen.
Durch das Rösten entwickeln die Brennesselsamen einen intensiven nussigen Geschmack. Diesen können Sie zur Herstellung zahlreicher Lebensmittel nutzen:
  • Brennesselkäse
  • Brennesselkaffee
  • Brennesselbutter
  • Brennesselhonig
  • Brennesseltee
Zusätzlich können Sie die gerösteten Samen als Kräuter nutzen. Mit einer Kräutermühle verwandeln Sie die trockenen Samen im Handumdrehen in duftendes Pulver, das Sie gleichmäßig verteilen können. Ob bei der Zubereitung von Fleisch, Frischkäse oder einfach nur, um eine Pizza oder Sandwich-Baguette aufzuwerten, kann eine Prise Brennesselsamen Wunder wirken.

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