Draufsetzen und losmähen

Rasentraktoren: Für große Flächen oder das Kind im Mann

Mit Rasentraktoren oder Aufsitzmähern mähen Sie große Rasenflächen bequem im Sitzen. eGarden verrät was die Grünflächen-Flitzer können, was Sie beim Kauf beachten müssen und was sie kosten.

Datum:
Rasentraktor

Mit einem flotten und schicken Rasentraktor wird das Rasenmähen schnell zur Spaß-Veranstaltung.

Erwähne einem Mann gegenüber das Wort Aufsitzmäher oder Rasentraktor und schon fangen die Augen an zu leuchten. Aber trotz aller Begeisterung, der Kauf eines Rasentraktors sollte gut überlegt und geplant sein. Da ist zunächst einmal die Frage nach der Grundstücksgröße. Ein Aufsitzmäher lohnt sich wirtschaftlich eigentlich erst bei einer Rasenfläche ab 400 Quadratmetern. So groß ist etwa ein Basketballfeld. Richtig sinnvoll wird die Anschaffung ab einer Größe von 800 Quadratmetern. Zum Vergleich: das ist exakt die Größe eines Handballfeldes. Und nun der Satz, den Ihre Frau niemals hören darf: Kleinere Flächen sind auch mühelos per Handrasenmäher zu bewältigen.

Galerie: 5 beliebte Rasentraktoren

Stimmt das Gelände?

Auch wenn Ihre Grundstücksfläche den Kauf eines Rasentraktors rechtfertigen würde, sollten Sie auch auf jeden Fall vorher prüfen, ob das Gelände den Einsatz überhaupt zulässt. Für Hanglagen-Grundstücke etwa sind Aufsitzmäher nur bedingt oder gar nicht geeignet. Das hängt von der Schräglage ab. Wenn es zu steil wird, besteht die Gefahr, dass der Mäher umkippt, wenn Sie quer zum Hang arbeiten. Bodenwellen, die nicht größer als der Traktor sind, sowie Baumwurzeln, wie sie oft bei Randgrundstücken vorkommen, sind für Rasentraktoren Hindernisse, die je nach Anzahl und Größe, meist nicht zu bewältigen sind. Das Schneidemesser etwa leidet durch das Einschlagen in den Boden oder in die Wurzeln darunter am meisten. Aber auch andere Teile des Mähers werden auf solchen Untergründen stark beansprucht oder beschädigt. Auch verwinkelte Grundstücke mit hohem Baum- und Buschbestand sind nur bedingt geeignet für den Traktor-Einsatz. Bei solchen Begebenheiten müssen Sie viel rangieren – eine zügige Arbeit kommt so meist nicht zustande. Außerdem bleibt der Spaß dabei auf der Strecke.
Viking Aufsitzmäher Video abspielen

Dieser Aufsitzmäher ist ein Monster. Der Achtzylinder bollert mit der Kraft von 408 Pferdchen. Damit hat sich Viking den Weltrekord geholt.

Wohin mit dem Rasentraktor?

Ein Handrasenmäher ist schnell im Gartenschuppen verstaut. Bei einem Aufsitzmäher sieht das schon anders aus. Die Geräte sind so groß, dass sie nicht mal eben neben Harke und Schaufel abgestellt werden können. Damit Ihr Schmuckstück nicht Tag und Nacht der Witterung ausgesetzt wird, sollten Sie einen passenden Stellplatz dafür freimachen, etwa in der Garage.

Ausstattungen und Zubehör

Rasentraktoren gibt es in verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichen Ausstattungen. Es gibt zum Beispiel Fahrzeuge mit seitlichem Grasauswurf und ohne Auffangkorb oder welche mit Heckauswurf und Auffangkorb. Benutzen Sie das Gerät alleine, muss die Sitzposition nicht ständig verstellt werden. Soll auch der Junior mal mähen, ist es zum Beispiel sinnvoll, wenn der Sitz höhenverstellbar ist. Bevor Sie im Laden zuschlagen, sollten Sie auf alle Fälle eine Probefahrt machen. Zudem lassen sich die Gefährte meist mit mehr oder weniger nützlichem Zubehör erweitern, etwa Schneeschiebern oder Schneefräsen. Das macht sich natürlich beim Preis bemerkbar. Je besser die Ausstattung und je mehr Zubehör, desto tiefer müssen Sie ins Portemonnaie greifen.

Wartung und Pflege

Benzinbetriebene Rasenmäher bedürfen einer regelmäßigen Pflege. Das gilt besonders für Aufsitzmäher. Zündkerzen, Reifen, Keilriemen und Motorpflege sind hier nur einige Teile, die instand gehalten werden müssen. Wenn Sie das selber in die Hand nehmen wollen, achten Sie darauf, dass Reinigung und Wartung relativ einfach und ohne großartiges Spezialwerkzeug möglich ist. Wenn Sie selber technisch nicht so versiert sind, sollten Sie darauf achten, dass eine Fachwerkstatt in der Nähe ist, die solche Arbeiten ausführen kann. Zudem müssen Sie sich überlegen, wie Ihr Aufsitzmäher dann dorthin kommt. Am besten, Sie fragen nach, ob die Werkstatt auch Hausbesuche macht.

Akkubetriebene Rasentraktoren

Benzin-Aufsitzmäher gibt es schon für unter 1.000 Euro. Elektro-Modelle mit Akku gibt es zwar auch, die sind zur Zeit aber noch selten, weil sehr teuer (ab circa 8.000 Euro).

Rasentraktor

Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.